Reise blog von Travellerspoint

Laguna Quilotoa

overcast 15 °C
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Nach zwei Wochen auf Meereshöhe war der Anstieg am heutigen Tag etwas zu viel für uns. Von quasi 10m ü.N.N. auf knapp 4000m ü.N.N ist vielleicht auch etwas übertrieben. Der Plan war um den 3km durchmessenden Kratersee, des westlichsten Vulkans von Ecuador, herumzuwandern, aber schon das aussteigen aus unserem VW-Bus und das entfernen des während der Fahrt ausgelaufenen Honigs bringt uns ins schnaufen. Ausserdem ist der Parkplatz in diesem Touristenort alles andere als ein gemütliches Nachtlager. Wir machen daher nur einige Fotos und fahren trotz der eindrucksvollen Landschaft weiter auf einen etwas tiefer gelegenen Bauernhof, wo wir die Nacht verbringen.

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Puerto Lopez


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Nach den extrem ereignisreichen Tagen auf den Galapagos-Inseln wollten wir es etwas entspannter angehen und fuhren dazu, 200km weiter an die ecuadorianische Küste nach Puerto Lopez. Dort angekommen, erwartete uns einer der schönsten Campingplätze unserer Reise. 100m über dem Meer mit 270 Grad Meerblick verbrachten wir einige ruhige Tage. Auch Michèles Geburtstag feierten wir hier. Während des obligatorischen Spaziergangs am Strand, fanden wir unzählige schöne Muscheln (die uns der Schweizer Zoll dann hoffentlich nicht wegnimmt) und sahen einige der kleinen Krebse, welche sich wohnnomadenmässig in leeren Muscheln einnisten.
Nach einigen Tagen brachen wir wieder auf, um in Montecristi auf die Suche nach Panama-Hüte zu gehen. Ja, Montecristi ist noch in Ecuador und nicht in Panama. Sie heissen auch nur Panama-Hüte, weil Panama das Importland dieser Hüte für die USA war, aber produziert werden sie hauptsächlich in Ecuador. Demnach sollten sie Ecuador-Hüte heissen. Aber anders als es unser Reiseführer sagte, waren in Montecristi keine Hüte zusehen oder zukaufen. So fuhren wir nach einer Zwischenübernachtung in Manta weiter zum Kratersee Laguna Quilotoa.

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Galapagos

sunny 19 °C
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Kaum in Guayaquil angekommen konnten wir in unserem Hostel eine Last-Minute-Tour buchen und schon am nächsten Tag das Flugzeug zum Galapagos Archipel besteigen. Ein Traum ging in Erfüllung...

Die Islas Encantadas oder eben wie sie viele kennen Islas Galapagos, ein Geschenk von Mutter Erde und wir durften es besuchen. Ein unvergessliches Erlebnis. Schwimmen mit den Seelöwen, Schnorcheln mit Wasserschildkröten, Haien, Rochen und Pinguinen. Das grasen der Meerechsen unter Wasser zu beobachten und die vielen bunten Fische, Seesterne und Seepferdchen zu sehen, waren überzeugende Argumente um immer wieder ins kalte Wasser zu springen. Auch die Landschaft auf den verschiedenen Inseln ist unglaublich vielfältig. Von roten Sandstränden über kilometerweite schwarze Lavafelder bis hin zu trockenem Buschland. Hat man einmal das Gefühl die Landschaft zu kennen, kommt mit der nächsten Insel ein total neues Erscheinungsbild mit eigener Flora und Fauna. Die Inseln sind Lebensraum vieler seltener Tiere wie der Galapagosriesenschildkröte, verschiedener Echsenarten, Pelzroben, unzähligen Vögel und Insekten.

Santa Cruz
Die erste Nacht verbrachten wir in Puerto Ayora auf Santa Cruz, wo wir die Forschungs- und Tierauffangstation Charles Darwin besuchten. Hier werden viele Riesenschildkröten und einige Echsen betreut, welche zuvor unter schlechten Bedingungen als Haustiere gehalten wurden.
Bereits am nächsten Tag gings dann an Board der Floreana, einem kleinen Schiff mit Platz für 16 Passagiere und 6 Crew Mitglieder.
Nachdem das Gepäck in den Kabinen verstaut war gings aber auch schon wieder an Land. Wir besuchten eine Schildkrötenfarm auf Santa Cruz. Hier treffen sich jedes Jahr die Riesenschildkröten um sich zu paaren. Es ist ein unglaubliches Erlebnis diese Geschöpfe zwar ziemlich langsam aber aktiv und in so hoher Anzahl zu beobachten. Ebenfalls auf der Farm befanden sich zwei Lavatunnels. Etwa 50m weit reichen sie in den Boden der Insel. Die installierten Lampen schaffen selbst unter der Erde einen kleinen Lebensraum für einzelne Pflanzen. Zurück auf der Floreana gab es ersteinmal einen Begrüssungsapero mit der Crew. Nach dem Abendessen legten wir ab und fuhren acht Stunden Richtung Isla Genovesa.

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Genovesa
Nach einer Nacht mit wenig Schlaf (es schaukelte ganz schön) siegte am nächsten Morgen die Neugier über die Müdigkeit und wir freuten uns auf den Landgang. Auf Genovesa nisten Rotfusstölpel, Nazcatölpel und Fregattvögel. Auch Darwin Finken, ein Paradebeispiel der Evolution, sind anzutreffen. Von diesen gibt es auf den Inseln 13 unterschiedliche Arten. Besonders ist auch, dass man den Vögeln hier richtig nahe kommen kann. Sie haben keine Angst vor Menschen, da der Mensch erst sehr spät die Inseln entdeckte und die Tiere ihn somit nicht als natürlichen Feind wahrnehmen. Am Nachmittag ging es das erste Mal mit Schnorchel und Maske ins, an diesem Tag leider etwas trübe, Wasser.

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Santiago und Bartolome
In der Nacht fuhren wir Santiago an. Nun schon ein wenig ans Schifffahren gewöhnt, schliefen wir ausgezeichnet und konnten am nächsten Tag die einzigartige Landschaft der Insel geniessen. Kilometerweite schwarze Lavafelder prägen das Erscheinungsbild der eher jungen Insel. Auf einem ausgedehnten Spaziergang bekommen wir einen Eindruck wie langsam sich Vegetation, allein durch schwimmende oder fliegende Samen, einen Platz auf "neuem" Land erkämpft. Am Nachmittag begrüsst uns Bartolomé mit seinen wunderschönen Stränden und einer imposanten Felsformation der Pinàculo (deutsch: Felsnadel). Wie wir hörten hat die amerikanische Marine diesen Fels im Zweiten Weltkrieg für Zielübungen genutzt. Als erstes geht es auf den Aussichtspunkt der Insel. Von da aus bietet sich uns ein wirklich einzigartiges Panorama. Vor uns liegen die zwei halbmondförmigen Strände und dahinter die ausgedehnten Lavafelder von Santiago. Der zweite Programmpunkt an diesem Nachmittag heisst wieder "Schnorcheln". Wir schwimmen mit einigen Galapagospinguinen, ein Oktopus sagt guten Tag und es gibt wunderschöne Fische und Seesterne in allen Farben zu bewundern.

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Sombrero Chino
Noch am Abend fahren wir die kurze Strecke zur Isla Sombrero Chino. Die Insel sieht aus wie ein chinesischer Hut und wir besichtigen sie am vierten Tag unserer Reise. Hier kommt man den Seelöwenmüttern mit ihren Jungtieren richtig nahe. Viele sind erst einige Stunden alt und die Plazenta liegt noch daneben. Dies lockt auch einige Galapagosfalken an, für welchen die Überreste der Geburt ein gefundenes Fressen darstellen. Allerdings sind die Seelöwen wenig begeistert, wenn sich die Raubvögel zu nahe an ihre Kinder heranwagen. Ebenfalls auf der Insel leben unzählige Krabben und wir sehen die ersten Meerechsen. Beim Anschliessenden Schnorcheln trafen wir erneut auf Pinguine, und sahen sogar Haie. In der Nacht gings weiter in Richtung der grössten Galapagos-Insel, der Isla Isabela.

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Tintoeras und Isabela
Tintoreras, ein kleines Stück Land vor Isabela, beheimatet unzählige Meerechsen, welche sich wohin man auch blickt sonnen. Mit der gespeicherten Sonnenenergie geht es später ins Wassser zum Fressen. Auch Seelöwen und viele unterschiedliche Vögel sind zu bestaunen und im Wasser tummeln sich Wasserschildkröten. Ein kleiner, nur bei Flut zugänglicher Kanal mit ca. fünfzehn Weissspitzenriffhaien war das Highlight des Tages. Beim täglichen Schnorcheln danach sahen wir einen riesigen Adlerrochen, schwammen mit Pinguinen und Seelöwen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl als die erste riesige Wasserschildkröte im glasklaren Wasser nur einen Meter vor uns auftauchte. Die Riesen bewegen sich ganz gemächlich und lassen sich beim Grasen von den 13 Zweibeinenern nicht stören. Auch die vielen bunten Fische, welche wir jeden Tag sehen müssen hier mal wieder erwähnt werden. Die Unterwasserwelt ist traumhaft.
Danach besichtigten wir eine Lagune auf Isabela mit Flamingos und weiteren Wasservögeln. Im Schildkrötenaufzuchtzentrum auf Isabela werden die bedrohten Riesenschildkröten gezüchtet und mit fünf bis zehn Jahren wieder in die Freiheit entlassen. Es wird genau aufgezeichnet, welche Eier woher kommen und die geschlüpften Tiere werden an demselben Ort ausgewildert. Dies ist sehr wichtig um Kreuzungen zu vermeiden. Die unterschiedlichen Spezies erkennt man unteranderem an der Form und Färbung ihrer Panzer.
Anschliessen bummeln wir durch Villamil besichtigen die Kirche und geniessen den wunderschönen weissen Sandstrand mit einem Drink. Nur Sebastian kann den Aufenthalt nicht in vollen Zügen geniessen. Er ist ein bisschen Landkrank....

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Fernandina
Es folgt eine der längsten Überfahrten. Wir haben uns mittlerweilen jedoch gut an das Seeleben gewöhnt und das Schlafen auf hoher See macht uns nichts mehr aus. Am sechsten Tag besuchen wir Fernandina die jüngste Insel des Archipels. Sie besteht aus einem riesigen Schildvulkan mit gigantischem Krater. Lavalandschaft zieht sich über die Insel, es wachsen Lavakateen und an der Küste Mangroven. Auch einige schöne Strände hat die Insel zu bieten. Die Meerechsen tummeln sich zu tausenden hier. Sie sind endemisch auf den Inseln und unterscheiden sich ebenfalls in Farbe, Grösse und Form von Insel zu Insel. Beim Schnorcheln sehen wir viele Schildkröten und ein Seepferdchen. Am Nachmittag wandern wir zur Darwin Lagune einem Vulkankrater gefüllt mit Salzwasser. Man sieht auf ein riesiges Lavafeld hinunter und auch die Sicht auf Isabela Tagus Cove ist einmalig.

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Santiago
Am Morgen des siebten Tages landeten wir nocheinmal auf Santiago hier konnten wir den seltenen Galapagospelzrobben beim planschen in den natürlichen Salzwasserbecken an der Küste zusehen. Danach genossen wir das letzte Mal die unvergessliche Welt unter Wasser bei perfekter Sicht. Am Nachmittag gingen wir auf Rabida Island an Land. Die Landschaft zeichnet sich aus durch rote Sandstrände und Gestein. Auch hier leben viele Meerechsen, Seehunde und Vögel.

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Daphne und San Cristobal
Am achten und letzten Morgen drehten wir eine runde um Daphne Island wo wir den bekannten Blaufusstölpel und weitere Vogelarten zu gesicht bekamen. Da die Insel aus kompakter Asche besteht darf sie nicht mehr betreten werden.
Wir verlassen das Boot am Morgen und besteigen gleich das nächste Boot nach San Cristobal wo wir nach so viel Programm und Eindrücken zwei ruhige Tage genossen bevor wir wieder das Flugzeig bestiegen.

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Bosque Protector Cerro Blanco

sunny 20 °C
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Nach den Flussdelphinen ging es für uns wieder in Richtung Guayaquil von wo aus wir nach Möglichkeiten schauen wollen, den Galapagos Archipel zu besuchen. Da wir keine Lust mehr haben, viel Zeit in grossen Städten zu verbringen, machten wir einen Stopp in einem kleinen Naturschutzgebiet vor der Stadt. Im n Wald gibt es drei eher kurze aber naturbelassene Wanderwege. Da wir nicht so spät waren und die geringe Aussicht bestand ein Faultier zu sehen, starteten wir am frühen Nachmittag auf den längsten der drei Wanderwege. Grössere Tiere sahen wir allerdings keine.
Kurz vor dem Ende des Weges, im Dickicht des Waldes hörten wir plötzlich mehrere Tiere flüchten. Wir hockten uns hin um zu erkennen, um welche Tiere es sich handelte. Es war ohrenbetäubend still in diesem Moment und Sebastian rannte fast gegen den nächsten Baum als direkt vor uns ein Geräusch, ähnlich einer Mischung aus Wildschwein-Grunzen und Leoparden-Brüllen, aus dem Gebüsch kam. Für diesen Adrenalinkick hat sich die Wanderung dann doch gelohnt.
Den restlichen Abend verbrachten wir am Lagerfeuer auf dem wir leckere Brötchen, Kochbananen und Zuchini zubereiteten. Nach einer ruhigen Nacht ging es dann für uns in Richtung Guayaquil.

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Puerto el Morro


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Puerto el Morro ist ein gemütlicher kleiner Fischerort. Von hier aus kann man einen Ausflug mit dem Boot machen und die seltenen Flussdelphine sehen. Wir fahren hin und können, im Gegensatz zu den Touren die von der Metropole Guayaquill aus angeboten werden, für nur 5 statt 150 Dollar pro Person eine zweistündige Tour machen. Mangroven zieren das Fluss- oder besser Meerufer (Salzwasser). Sie beheimaten viele Vogelarten. Auch Schalentiere und Muscheln soll es hier noch zur genüge geben. Junge Männer mit langen Stöcken tauchen danach. Etwa nach einer Stunde taucht wirklich der erste Delphin im Kielwasser eines Fischkutters auf. Gar nicht einfach den zu sehen, geschweige den zu fotografieren. Doch Sebastian gelingt es nach ausdauerndem draufhalten. Nach wenigen Minuten sind plötzlich 5 Touristenboote hinter den Tieren her. Da kommt die Frage auf, ob das für die Delphine nicht mit grossem Stress verbunden ist? Die Antwort erhielten wir kurz vor der Rückfahrt. Einer der Delphine tauchte kurz neben dem Boot auf, schaute uns an und dachte: "Mähhh! Touristen!" Für uns war es auf jeden Fall ein grossartiges Erlebnis diese Tiere in der Natur und nicht im Delphinarium zu sehen.
Nach der Tour suchten wir eine der vielen Strandbuden auf, welche Fisch und Meeresfrüchte servieren. Die Cazuela de Mariscos war sehr lecker. Zu Anfang hatten wir mit unserer ersten Krabbe und dem dazu gelieferten Besteck, (einem Hammer) so unsere Probleme und mussten uns am Nachbartisch über die beste Vorgehensweise informieren. Lecker wars dann trotzdem, obwohl jemand mal die Krebse dem Verbraucherschutz als Mogelpackung melden könnte.

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Eingestellt von broschizzl 15:46 Archiviert in Ecuador Kommentare (0)

Parque National de Cajas


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Nach dem wir einige Zeit in tiefer gelegenen Regionen unterwegs waren, ging es wieder in die Berge. Parque National de Cajas hiess unser Ziel. Dieser liegt auf 3100 bis 4500m. ü.N.N.. Die Vegetation in den tieferen Lagen wird als Nebelwald bezeichnet und ist, wie der Name schon sagt, bei feuchter Witterung fast immer in Nebel gehüllt. Wir hatten Glück und konnten die atemberaubende Landschaft sehen. Auf einem kleinen Zwischenstopp am ersten Parkeingang, wanderten wir um den schönen Bergsee und bekamen schon mal einen ersten Eindruck von der viel gerühmten Vegetation des Parks. Nach 2 Stunden fuhren wir dann weiter auf 4300m zum zweiten Eingang und zum Besucherzentrum. Von hier aus starten Wanderwege verschiedener Länge durch das sumpfige Hochland. Für den Rest des Tages nehmen wir uns nur die Wanderung um einen weiteren Bergsee vor. Die Vegetation hier oben ist wirklich einzigartig, auch wenn man das beim Anblick der grasigen Hügellandschaft nicht auf den ersten Blick vermutet. Wir sehen unzählige Pflanzen die uns bis dahin unbekannt waren und machen ausnahmsweise auch eher kitschige Fotos von Blüten und Pflanzendetails. Vielleicht kann man die mal an einen Postkartenproduzenten verkaufen.
Die folgende regnerische Nacht verbringen wir, für eine kleine Gebühr von 8$ auf dem Parkplatz des Besucherzentrums. Da wir diese Höhen von über 4000m schon kennen, packen wir auch unsere, schon verstaute Wolldecke wieder aus. So schlimm war die Nacht dann aber doch nicht und wir stehen mit dem ersten ankommenden Touristenbus auf. Nach Kaffee und Tee stehen heute zwei der anderen Wanderwege auf dem Programm.
Der Boden an diesem Morgen ist von Wasser so vollgesogen, dass es bei jedem Schritt nur so patscht und schmatzt. Aber was will man auch von einem Feuchtgebiet erwarten. Vielleicht besser ausgeschilderte Wanderwege? Früher bekam man am Parkeingang eine detaillierte topografische Karte mit auf den Weg. Da der Staat jedoch beschlossen hat, keine Eintrittsgelder mehr für den Park zu kassieren, bleibt einem nichts weiter übrig als die Karte im Besucherzentrum abzufotografieren*. Auch das half uns nichts, wir verloren den, von grünen Holzschildern (!!!) gekennzeichneten, Weg schon nach wenigen hundert Metern. Aber kein Problem wir fanden schnell einen, von dunkelblauen Farbflecken markierten, Weg, den wir jedoch auch wieder verloren. Die GPS-App vom iPhone hat uns dann schlussendlich wieder zurück zu unserem Auto geführt. Nicht ohne nasse Füsse zu bekommen, aber zumindest über eine landschaftlich und biologisch sehr interessante Strecke. Wir haben unsere Sammlung an Pflanzen- und Blütenfotos weiter ausbauen können und am Ende auch etwa die Streckenlänge zurückgelegt, die wir uns vorgenommen hatten.
Um nun all unsere Sachen zu trocknen beschliessen wir an diesem Tag noch an die Küste zu fahren. Die Strecke dahin war atemberaubend. Von 4500m was über den Wolken liegt in Richtung Meer. Man fühlt sich kurz vom durchstossen der Wolkendecke wie in einem Flugzeug. "Stellen Sie bitte die Sitze in eine aufrechte Position und klappen Sie die Tische hoch!"

  • (Es dürfen in ganz Ecuador keine Unterscheidungen mehr zwischen Eintrittsgelder für Ausländer und Einheimische gemacht werden . Einzige Ausnahme bildet der Galapagos Archipel.)

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Eingestellt von broschizzl 14:40 Archiviert in Ecuador Kommentare (0)

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