Reise blog von Travellerspoint

Cafayate & Cachi & Quebrada de las Conchas

sunny 20 °C
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Nach der langen Fahrt von Salta vorbei an den Ruinen von Quilmes erreichen wir Cafayate. Die kleine Stadt in den Anden ist weltweit bekannt für ihre Weine. Für den Weinanbau sind die geringe Luftfeuchtigkeit und die praktisch ganzjährigen Sonneneinstrahlung in eine Höhe von 1600m ü.N.N. von Vorteil. Die fehlende Feuchtigkeit wird durch moderne Bewässerungstechniken ausgeglichen. Viele der Bodegas (Weingüter) in der Stadt können besichtigt werden und die meisten bieten Degustationen an. Wir entscheiden uns für die Bodega Nanni, in der Bio-Weine produziert werden. Aufgrund des Windes und der anderen Umweltfaktoren, ist es möglich auf chemische Mittel gegen Schädlinge zu verzichten. Natürlich degustieren wir und legen uns einen kleinen Vorrat von den vorzüglichen Weinen an.
Weiter wollten wir eine Wanderung zu den hiesigen Wasserfällen machen. Wir haben uns am Vortag informiert und erfahren das man sich am Anfang des Tales in einem Buch registrieren muss. Mit den Worten "Wir sehen uns morgen!" verabschiedete sich der "Betreuer" des Buches von uns. Als wir am nächsten morgen am Taleingang ankommen, finden wir blos den leeren Steintisch vor. Ein Polizist ist vor Ort und erklärt uns: "Die Wanderung ist heute nicht möglich, weil man sich registrieren muss und die dafür zuständige Person heute nicht da ist und somit auch das Buch, in welchem man sich eintragen muss, fehlt. Wir dürfen jedoch sehr gerne morgen wieder kommen." Herzlich Willkommen in Südamerika, hier trägt ein Buch mehr Verantwortung als die Polizei. ;)
Nach ein paar Tagen in der Stadt machen wir einen kleinen Umweg in das Quebrada de las Conchas, welches von Cafayate nach Nordosten führt. An der Strasse, die durch dieses Flusstal führt, befinden sich, mit jeweils einigen Kilometern Abstand, verschiedene wunderschöne Felsformationen. Von 20m hohen Obelisken bis zu zehnfarbigen Bergen oder riesigen natürlichen Amphitheatern bleibt kaum ein geologischer Wunsch unerfüllt. Auch ein paar unangenehme Sandwindhösschen zeigen sich von ihrer besten Seite. Nach den ca. 80km die wir innerhalb von 6 Stunden mit vielen Pausen und Fotos gefahren sind, liegt das Dorf "Alemania", wo man direkt am Fluss idyllisch campieren kann. Haben wir zumindest gehört. Allerdings bezieht sich das wohl auf die vergangenen Jahre, denn so idyllisch ist es dann doch nicht. Ein wunderschöner Ort, der durch grosse Müllansammlungen deutlich an Attraktivität verloren hat.
Am nächsten Tag fahren wir zurück nach Cafayate und biegen kurz vor der Stadt nach Nordwesten auf die Erdstrasse nach Cachi ab. Eine Fahrt von knapp 200km durch ein geologisches Wunderland. Sandsteine in allen Farben und Formen, gerade Berge, schräge Berge in einer wüstenartigen Umgebung. Immer wieder legen wir Stopps ein und machen Fotos. EIne unwirkliche, sehr trockene Landschaft aber einfach wunderschön und spannend. Man weis nie, was einen hinter der nächsten Kurve erwartet und davon gibts wirklich viele.

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Ruinas de Quilmes

sunny 22 °C
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Auf unserem Weg in den Norden von Argentinien machen wir einen kurzen Stop bei den Ruinen von Quilmes. Die Stadt existiert schon seit ca. 800 nach Christus und war im 17. Jahrhundert die letzte Verteidigungsanlage von ein paar Tausend Calchaquí-Indianer gegen die spanischen Eroberer. Die Indios verloren den Krieg, als die Spanier die Felder anzündeten und sie aushungern liessen. Die Überlebenden wurden per Pedes nach Buenos Aires deportiert und gingen dort zugrunde.

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Capilla del Monte

semi-overcast 22 °C
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Capilla del Monte ist eine indyllische Kleinstadt nahe Cordoba. Für die Cordobesen dient die Gegend als Naherholungsgebiet. Ausserdem wurden vor einigen Jahren seltsame Lichter über einem Berg gesichtet. Heute wird dieses Phänomen geschickt zu Marketingzwecken genutzt, um Touristen anzulocken. Bei den vielen Hippies, die wir hier im Ort immer wieder sehen, scheint es funktioniert zu haben. Ein Einheimischer erzählte uns, das der Berg ein paar Tage nach einem Madonna-Konzert, in Cordoba, für einen Tag gesperrt wurde, damit die Popdiva die okkulte Atmosphäre allein geniessen kann. Wir sind dem Alienfieber nicht verfallen und verzichten auf den Besuch auf dem Berg, denn wir wollen klettern.
Die Vielfalt an Granitformationen lassen Klettererherzen höher schlagen. Es gibt was für Boulderer, Sportkletterer und auch das Trad-Klettern kommt hier nicht zu kurz. Wir finden einen schönen ruhigen Camping, wo wir mit Don Blanco verweilen. Nach einigen Tagen kommen auch Malu und Joel mit Geschwistern und Freunden hinterher. Es macht riesen Spass und das Wetter könnte besser nicht sein. Joël hat glücklicherweise eine ganz ansehnliche Sammlung von Friends im Gepäck und bringt auch eine ganze Menge Erfahrung in der Verwendung dieser mit. So kommen wir hier weit ab von Europa zu unseren ersten Rissklettereien, die auch die Damen, dank des entsprechenden Handschutzes, ohne grösseren Hautabrieb überstehen.

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Eingestellt von broschizzl 04:36 Archiviert in Argentinien Kommentare (0)

Córdboba & Don Blanco

sunny
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Bereits in Pietra Parada wurde uns bewusst, dass es schwierig wird all die abgelegenen Regionen hier mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Auch das Mitschwimmen im Touristenstrom entsprach nicht den Vorstellungen, die wir von dieser Reise hatten. Wir wollen nicht nur in die Städte sondern dahin wo es schön und so ursprünglich wie möglich ist. Also suchten wir nach einem günstigen Camper im Internet, für den wir möglichst unsere Reiseroute nicht verlassen müssen. Wir wurden tatsächlich fündig. In der Nähe von Cordoba verkaufte ein Deutscher einen Schweizer VW-Bus. Das klang perfekt und er lud uns ein den Bus zu besichtigen. Also auf nach Cordoba.

Als wir in Bariloche auf unseren Bus warten, der uns nach Córdoba bringen soll, trafen wir Lucas und Vale wieder. Zwei Kletterer denen wir in Piedra Parada begegnet sind. Als wir sagen, das wir nach Córdoba fahren, sagt Lucas: "Hey, dann ruft meinen Bruder an! Ihr könnt in meinem Zimmer schlafen. Ich bin zwar nicht da aber das ist kein Problem." Wir als Mitteleuropäer sind erstmal sehr erstaunt über dieses Angebot. Haben es aber war genommen und konnten einige Zeit bei Martin, dem Bruder von Lucas wohnen. Vielen Dank dafür. Bis heute rätseln wir, ob es so eine Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft, gegenüber jemandem den man nur wenig kennt, auch in unseren Heimatländern geben würde.
Wir verbrachten fast einen Monat in und um Cordoba, bis alles rund um das Fahrzeug und den Kauf geregelt war. Dann war es endlich soweit und wir konnten mit unserem neuen Begleiter "Don Blanco" losziehen. Yeah!

Auch unsere Kamera konnten wir, nach langer Wartezeit, am letzten Tag in Córdboba von der Reparatur abholen. Es gibt also wieder Bilder bei den nächsten Berichten. :)

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Eingestellt von broschizzl 10:26 Kommentare (0)

Bariloco

semi-overcast 15 °C
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...heisst in Wirklichkeit San Carlos de Bariloche und hier sagen sie, es wäre die argentinische Schweiz. Der Grund dafür? Es sieht aus wie in der Schweiz! Nur mit viel mehr Platz. Es gibt Berge, Seen, Schnee, viele Schokoladengeschäfte und sogar ein Dorf namens Colonia Suiza. "Das passt ganz gut!" denken wir, als wir mit unserem Mietwagen ankommen. Selbst das Klima passt ist kalt und bewölkt.
Wenn man in die Tourismusmetropole Bariloche kommt, muss man als erstes durch die Slums am Stadtrand. Zum Teil einfache Häuser, zum Teil aber auch nur bewohnbare Gebilde aus Holz und Pappe. Dies war für uns unerwartet und stand dann auch komplett im Gegensatz zur anderen Seite des Hügels.
Die Innenstadt ist ein Ort, welcher unseren schweizer Feriendestinationen in den Bergen in nichts nachsteht. Einzige Unterschiede sind die Sprache und dass man auf hundert Meter von mindestens zehn Mann gefragt wird ob man Dollar tauschen wolle. Wir sind als Touristen noch immer klar erkennbar. :-)
Nach unserer ersten Nacht in einem Hostal in Down Town, wechseln wir unsere Unterkunft und finden ein gemütliches Hostal etwas ausserhalb. Brian der Innhaber ist sehr sympathisch, die Küche gross und der Aufenthaltsrraum gemütlich eingerichtet. Im Garten lebt ein kleiner Bär, der eigentlich ein Hund ist. Sagt zumindest der Besitzer. Etwa einen Meter gross knuddlig und verspielt, aber wer spielt schon gern mit einem Bär?
Wir gehen Klettern, machen Ausflüge in die nahen Nationalparks und brauchen einen Ruhetag, den wir damit verbringen Brot zubacken. Man findet in Südamerika leider ganz selten etwas anderes als Weissbrot. Also wird gebacken und da es sowieso den ganzen Tag regnet verpassen wir nichts.

Dieser und der nächste Reisebericht glänzen vorallem durch ein Minimum an Fotos, da unsere Kamera kaputt war. Aber es wird wieder besser!

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Eingestellt von broschizzl 10:04 Archiviert in Argentinien Kommentare (0)

Puerto Madryn

sunny

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Nach drei grossartigen Kletterwochen und 600 km kommen wir in Puerto Madrin an. Die nahegelegenen Naturschutzgebiete darunter die Halbinsel Península Valdés sind weltweit bekannt für ihre Fauna. So kann man z.B. Wale, Seelöwen und Pinguine beobachten. Da wir ausserhalb der Saison reisen hoffen wir trotzdem den Meeresbewohnern zu begegnen.

Im Norden der Halbinsel gibt es einen Ort, an dem sich Orcas an den Strand spühlen lassen, um sich ein paar der leckeren Robben oder Seelöwen zu schnappen. Funktioniert ähnlich wie der Drive-In bei McDonalds nur mit rückwärts ausparken. Leider sind uns solche Beobachtungen nicht vergönnt. An diesem Tag liegen weit weniger Robben auf dem Buffet, als enttäuschte Touristen auf Beobachtungsposten. Wer also mehr Glück haben will sollte Puerto Madryn von Dezember bis Januar aufsuchen. Aber wir fahrten nicht mit leeren Augen weiter. Es zeigen sich zumindest ein paar Pinguine, die uns aber auch nicht verraten, wo sie ihre schicken Anzüge kaufen.

Bevor wir am nächsten Tag die Gegend wieder verlassen, wollen wir noch zum Punta Ninfas. Dort soll es eine Kolonie von Seeelefanten geben. Die Fahrt dahin geht über einige Kilometer schlechte Strassen und durch unzählige lange und strassenbreite Wasserlöcher. Immer wieder steigen wir aus dem Auto aus um zu sehen, ob die Löcher mit unserem kleinen Miet-Clio passierbar sind. Das spielt sich in etwa so ab: Sebastian watet ohne Schuhe durch die "Pfütze" um zum einen festzustellen wie tief sie ist und zum anderen wie sehr man einsinkt. An den unpassierbaren Wasserlöschern gibt es mittlerweile Ausweichwege über die angrenzenden Felder. Manchmal sogar Ausweichwege für die Ausweichwege. Fazit: Renault Clios sind geländetauglich. Angekommen finden wir die Kolonie mit ca. 25 Seeelefanten, die in der Sonne liegen und von uns nur peripher Notiz nehmen.
Wir können uns bis auf wenige Meter heranschleichen. Ab und zu hebt eines der Tiere den Kopf und schaut skeptisch. So wirklich gestört scheinen sie sich nicht zu fühlen. Zwei der männlichen Tiere liefern uns dann sogar noch einen Showkampf. Das war ziemlich eindrücklich, wie sich die riesigen Fleischwürste aufrichten und sich gegeneinander fallen lassen.

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Eingestellt von MichèleS. 09:26 Archiviert in Argentinien Kommentare (1)

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