Reise blog von Travellerspoint

Über Asuncion nach Brasilien

sunny 20 °C
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Wir verlassen Rosaleda mit kaputtem Stossdämpfer. In der Mennonitenkolonie Filadelfia gibt es eine VW-Werkstatt, jedoch müssen die meisten Teile aus der Hauptstadt Asuncion bestellt werden wie wir erfahren. So beschliessen wir am selben Tag die 400km weiter zu fahren.
In der Werkstatt in Asuncion erklären wir unser Problem und machen einen Termin für den nächsten Tag. Wiedereinmal begeben wir uns auf die Suche nach einem Schlafplatz. Von anderen Reisenden haben wir einen Tipp bekommen namens Hasta la Pasta. Ein Schweizer und eine Deutsche betreiben einen kleinen Campingplatz mit Bungalows und einer Teigwarenproduktion. Das Areal der beiden ist wunderschön, gepflegt und hat sogar einen Pool.
Da am nächsten Tag in der Werkstatt festgestellt wird, das der T4 ziemlich unüblich für Südamerika und die Ersatzteilbeschaffung doch schwieriger als gedacht ist, werden wir auf den nächsten Tag vertröstet und müssen unseren "Don Blanco" stehen lassen. Wir sind jedoch in Südamerika und da kann morgen auch schnell in einer Woche bedeueten. Wir wohnen in einem der Bungalows von René und Marion, die uns mit ihrem leckeren Essen verwöhnen. Als einige Tage später unser Stossdämpfer zwar nicht ausgetauscht aber repariert werden konnte, reisen wir glücklich weiter in Richtung Ciudad del Este und den Iguacu-Wasserfällen.
Bevor wir an diesem Tag zum kostenlosen Campingplatz im Itayupi-Reservat fahren, stoppen wir noch um Schweizer Käse zu kaufen. Kurz vor Ciudad del Este im Osten von Paraquay hat ein Waadländer eine Käsemanufaktur eröffnet und verkauft so ziemlich alles von Gruyère über Fondue bis Raclettkäse. Wir freuen uns unglaublich nach sechs Monaten wieder guten Käse zu essen!

Das Itayupi Reservat ist eines von 4 Naturschutzgebieten, welche die Betreiber des Itaipu Staudammes errichten mussten. Die Errichtung des Projektes ist und war sehr umstritten. Es hat die Umwelt unwiederruflich verändert. Einige Tausend Ureinwohner verloren ihre Heimat und etwa 40.000 Menschen grösstenteils Guarani Indianer mussten umgesiedelt werden. Grosse Flächen subtropischen Regenwaldes wurden abgeholzt und noch grössere Flächen verschwanden in den Fluten. Auch die Wasserfälle sete Quedas, die denen denen des Iguaçu nahezu ebenbürtig gewesen waren.
Bis zu 72 Stunden dürfen wir, nach dem unkomplizierten Einholen der Genehmigung, auf dem schönen aber zur Zeit vollkommen leeren Campingplatz bleiben. Wir entspannen einen Tag am Stausee und fahren weiter nach Brasilien. Die Grenzübertrittszeit wird noch einmal kürzer und schrumpft, da wir den Zoll in Paraquay irgendwie verpassen. Wir sind daher sehr zeitig und beschliessen die Iguaçu-Wasserfälle noch am selben Tag zu besuchen.

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Eingestellt von broschizzl 06:41 Archiviert in Paraguay Kommentare (0)

Rosaleda - Schweizer in Paraquay

semi-overcast 24 °C
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Obwohl uns wartenden LKW-Fahrer an der paraguayanischen Grenze schon vor langen Wartezeiten gewarnt haben, sind wir nach nur zehn Minuten wieder auf dem Weg. Im Gespräch am Zoll warnte uns einer der sehr freundlichen Chauffeure, vor der Strasse, welche in knapp hundert Kilometern extrem schlecht werden soll. Nach fünfzig Kilometern mit vielen Schlaglöchern überlegen wir, ob wir das falsch verstanden haben und es einfach hundert Kilometer schlechte Strasse sind. Doch nach weiteren 50 Kilometern merkten wir, dass wir die LKW-Fahrer keines falls falsch verstanden haben, denn die Strasse wurde noch schlechter. Von Schlaglöchern konnte man da nicht mehr reden. Es sind Schlaggruben, die quer über die Strasse gehen und, für uns, meist nur an einer Stelle, mit weniger als Schrittgeschwindigkeit passiert werden konnten. Nach einigen weiteren Kilometern kommen bis zu 500m lange Abschnitte dazu, die nur aus Schlamm und Spurrillen bestehen. Auch geht es nur langsam vorwärts und wir sind jedesmal heilfroh die andere Seite erreicht zu haben, ohne stecken zu bleiben. Nach dem wir in 4 Stunden auf der Hauptstrasse zwischen Bolivien und Paraguay nur 50km geschafft haben, halten wir an einer Holzkohlefabrik, wo uns die Arbeiter verständnisvoll einen Park- und Schlafplatz anbieten.

Am nächsten Tag werden die Strassenschäden weniger und wir erreichen unser Ziel, die Schweizer Kolonie Rosaleda. Es ist Siesta und wir beschliessen erstmal am Posthäuschen des Dorfes zu warten. Schon nach kurzer Zeit wird der erste Bewohner auf unser Schweizer Kennzeichen aufmerksam. Er heisst uns herzlich Willkommen im Dorf und schickt uns zum Bienen-Ernst, der sich immer über Besuch freut. Als wir den Hof erreichen, bekommen wir von ihm auch sofort das Angebot ein paar Tage zu bleiben. Wir nehmen gern an und können unseren mobilen Schlafplatz direkt in seinem wunderschönen Garten, neben den vielen bunten Vögeln parken.
In den nächsten Tagen erfahren wir viel über das Leben im Chaco. Der Chaco ist die Art Vegetation, die etwa die Hälfte von Paraguay ausmacht. Ein etwa fünf Meter hoher Busch in dem fast jedes Gewächs mit Dornen bestückt ist. Das Gebiet erstreckt sich etwa von Asuncion bis nach Bolivien. Mit viel mühevoller Arbeit haben sich die Schweizer Auswanderer hier einen Raum zum Leben und Arbeiten geschaffen. Viele betreiben Viehwirtschaft oder geniessen einfach ihre Pension in Paraguay.
Wir helfen bei Ernst auf der Estancia mit. Sind beim Viehtreiben durch den Busch dabei (Autsch!), beim Impfen der Tiere und haben Gelegenheit einer Notschlachtung nach indianischer Art und Weise beizuwohnen. Jeden Tag erfahren wir, beim gemeinsamen Essen oder in der Tereré-Pause, mehr über die Geschichte von Rosaleda. Nur wenige sind bis heute geblieben. Nach dem es sehr viele Interessenten beim ersten Treffen der auswanderungswilligen in der Schweiz gab und auch viele den Plan in die Tat umsetzten, sind viele wieder heimgekehrt. Mit den hohen Temperaturen im Sommer und der harten Arbeit sind nicht alle zurecht gekommen.
Wir lesen verschiedene Zeitungsartikel, welche die Rosaledaner als antiautoritäre Abenteurer darstellt, die sich nicht anpassen wollen. Wir lernen sie dagegen als sehr freundliche Menschen kennen. Sie haben den Wunsch nach etwas mehr Freiheit, als es für sie in der Schweiz möglich ist, in die Tat umgesetzt. Wir freuen uns über diese Erfahrung und die vielen spannenden Geschichten.
Nach ein paar Tagen bei Ernst, verlegen wir unseren Schlafplatz zu Mäse. Dieser führt die Landmaschinenwerkstatt des Dorfes und gleichzeitig betreibt er noch die Viehwirtschaft seines verstorbenen Freundes weiter. Zusammen mit seinen beiden Hunden führt er ein eher einsames Leben und freut sich sehr über unsere Gesellschaft. Auch er ist ein wundervoller Mensch mit sehr viel mehr Lebenserfahrung als sie die meisten überhaupt machen können. Er erzählt uns viel aus seinem Leben, in dem er in zwanzig Jahren als Montageleiter für verschiedene Firmen und Hilfsprojekte die ganze Welt bereist hat. Erfahrungen die uns sehr nachdenklich stimmen. Er berichtet von Zuständen auf Baustellen, die wir uns in Europa nicht vorstellen können und von unzähligen, wenig durchdachten Hilfsprojekten, die keinerlei Gewinn für die Zielgruppen brachten. In Europa wird von diesen Ergebnissen jedoch kaum berichtet.

Da wir so liebevoll und herzlich aufgenommen wurden, verlassen wir Rosaleda mit schwerem Herzen. Vielen Dank an die Rosaledaner für diese Zeit!

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Eingestellt von broschizzl 05:27 Archiviert in Paraguay Kommentare (0)

Kurz durch Bolivien

sunny 22 °C
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Bisher haben wir wirklich viel über die Grenzen in Südamerika gehört. Lange Wartezeiten, extrem gründliche Durchsuchungen und unfreundliche Beamte sind die Dinge mit denen man sich plagen müsse. Bei unserem ersten Grenzübertritt mit dem eigenen Auto traf nichts davon zu. Nach 40min waren wir auf dem Weg durch den Süden von Bolivien in Richtung Paraquay. Unsere Strecke führte uns als erstes nach Tupiza, wo wir in einem Hostel mit Parkplatz übernachteten. Beim Abendessen trafen wir weitere Reisende aus Israel und Brasilien, die im selben Hostel einen Unterschlupf gefunden haben und in den nächsten Tagen Ausflüge auf den Salar de Uyuni und in die Silberminen von Potosi geplant hatten.
Am nächsten Morgen waren sie allerdings voll bepackt im Treppenhaus des Hostels anzutreffen. Allerdings nicht auf dem Weg zu ihren Ausflügen sondern in Richtung La Paz ins Krankenhaus, da einer von Ihnen starke Bauchschmerzen hat. Wir schauten uns an und dachten zurück an das letzte Abendessen. Es erschien uns schon da sehr mutig, mit unerprobten Mägen Spaghetti Carbonara in Bolivien zu probieren. Wir wünschen gute Besserung!
Unsere Fahrt geht weiter durch das landschaftlich atemberaubend schöne Hochland von Bolivien. Den höchsten Punkt dieser Etappe passierten wir auf fast 3600m ü.N.N. nach einer langsamen Fahrt über doch recht gute Erdstrassen. Schwerstarbeit für unseren Don Blanco. Bei der Abfahrt wurde dann auch noch die Geländegängigkeit unseres T4 auf die Probe gestellt und wir waren froh als wir den Talboden erreichten. Für die kommende Nacht wollten wir uns einen ruhigen Platz neben der Strasse suchen. Da wir aber noch etwas vorsichtig sind was die Sicherheit betrifft, fuhren wir an vielen Möglichkeiten vorbei und wurden langsam nervös, da es auch schon begann, dunkel zu werden.
Wir erreichten Entre Rios nach 300km als die Nacht uns schon eingeholt hatte und versuchten im einzigen Hotel ein Zimmer zu bekommen. Erfolglos. Alle Zimmer seien vom Eigentümer belegt. Das haben wir zumindest verstanden. Auf der anderen Seite des Flusses soll es aber ein "Campesino" geben. Klingt nach Camping finden wir und schauen es uns an. Wie wir später erfahren sind die Campesinos die "Landlosen" also so etwas wie reisende Arbeiter. Dementsprechend günstig konnten wir unseren Bus für eine Nacht in den Hof stellen und dementsprechend niedrig war auch der Standart der Unterkunft. Aber wir hatten einen sicheren Schlafplatz und beschweren uns nicht.
Der nächste Tag führte uns durch bergige Dschungellandschaften mit grandiosen Ausblicken bis nach Villamontes, die letzte Stadt vor Paraquay.
In einem gemütlichen Hostel quartierten wir uns ein und gingen am nahgelegenen Fluss in ein Fischrestaurant. Auch hier waren wir uns nicht ganz sicher, wie gut die Idee ist, aber der Fisch sah so lecker aus und wurde direkt vor dem Restaurant auf dem Grill zubereitet. Wir setzten uns in das Restaurant mit den meisten Gästen. Der Fisch war frisch und "muy rico".
Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Hof des Hostels und machten erste nähere Bekanntschaften mit der tropischen Tierwelt. In einem Baum sass ein grün roter Ara der ziemlich neugierig war und auch nicht wegflog. Wie wir feststellten, kann er das nicht mehr, denn ihm wurden die Flügel gestutzt. Nicht gerade sehr tierfreundlich dachten wir uns. Doch es kam noch besser, der Sohn der Besitzerin zeigte uns einem Gürteltier, welches er nicht etwas als Haustier gefangen hat. In einer alten Waschmaschine wartet das arme Tier auf seinen Einsatz beim Abendessen. Vielleicht etwas ungewohnt für Europäer, aber es wird uns klar, dass die Tiere die für uns exotisch sind, hier zum Alltag gehören und damit auch auf den Teller kommen oder als Haustiere fungieren.
Nach dem Frühstück brachen wir wieder auf in Richtung Paraquay. Unser Ziel war ein Dorf, welches von Schweizer Auswanderern gegründet wurde. So schnell zu erreichen ist dies aber nicht, wie sich herausstellte.

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Eingestellt von broschizzl 13:30 Archiviert in Bolivien Kommentare (0)

Quebrada de Humahuaca

sunny 22 °C
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Nach einigen schönen Tagen in Salta mit anderen Reisenden geht es für uns in gewohnter Zweisamkeit weiter nach Norden in Richtung Bolivien. Wir fahren durch das Quebrada de Humahuaca. Das Tal des Rio Grande de Jujuy zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und soll landschaftlich sehr reizvoll sein. Die Ortschaften werden kleiner und bekommen, zumindest nach unserer Vorstellung, wieder mehr südamerikanisches Flair. Das Ziel des ersten Tages ist Purmamarca mit dem Berg der sieben Farben. Auf unserem Weg besichtigen wir die Festungsanlage der Omaguaca-Indianer. Die Ureinwohner müssen wohl ziemlich klein gewesen sein, wenn man sich die Türen so anschaut. Auffallend in der Festung ist eine Pyramide am höchsten Punkt. Als wir sie erreichen, ist sie aber keineswegs ein Werk der Ureinwohner sondern ein Denkmal für die Forscher, welche die Anlage entdeckt und touristisch zugänglich gemacht haben.
In Purmamarca finden wir einen kleinen Campingplatz, auf dem wir die Nacht geschützt vor den sehr sandhaltigen Winden verbringen können und nutzen die restlichen Stunden des Tages noch für einen Spaziergang durch die Stadt. Wir finden viele Stände mit Handarbeitsartikeln aus Wolle, Keramik und Kaktusholz. Bevor es am nächsten morgen weitergeht, wollen wir noch einen Blick auf den Berg der sieben Farben werfen. Dieser ist zwar wirklich wunderschön, aber wir sind uns sicher, das wir auf unserer Route durch Argentinien schon Berge mit mehr Farben gesehen haben.
Die nächste Etappe ist kurz und es dauert nur zwei Stunden bis Humahuaca. Es bleibt genügend Zeit uns auf dem Camping einzurichten und die nötigen Arbeiten in unserem mobilen Haushalt zu erledigen. Am nächsten Tag schauen wir uns das Monumento a los Héroes de la Independencia (Denkmal für die Helden der Unabhängigkeit) an und kommen mit einem Händler ins Gespräch. Er selber verkauft handgemachten Schmuck aus Silberdraht mit Halbedelsteinen aus der Region und erzählt uns das viele der Stände, die in der Quebrada de Humahuaca angeblich handgemachte Wollwaren oder Keramik verkaufen, nur billige Importware aus China und Bolivien an die Touristen verhökern. Eigentlich hätten wir gern noch eine Lamawolldecke für die kalten Nächte in unserem Bus gekauft, aber so lassen wir das und hoffen in Bolivien direkt beim Erzeuger fündig zu werden.
Am Nachmittag schauen wir in einem Restaurant noch das deutsche WM-Spiel gegen die USA und verlassen Argentinien am nächsten Morgen. Hola Bolivia!

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Eingestellt von broschizzl 13:25 Archiviert in Argentinien Kommentare (0)

Salta


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Nach unseren Ausflügen im kühleren argentinischen Hochland erreichten wir das tiefer gelegene und warme Salta. Hier galt es nun einige Dinge zu erledigen. Die Autoversicherung verlängern, Öl und alle Filter wechseln und ein paar Ersatzteile besorgen, an die man weiter im Norden vermutlich schwierig rankommt. Aber als erstes einchecken auf dem städtischen Zeltplatz. Das markanteste Merkmal hier ist ein Schwimmbecken von den Ausmassen eines Sees. Da in Südamerika gerade Winter ist, ist kein Wasser im Becken. Wenn es im Sommer wieder gefüllt wird, dauert dies ganze zehn Tage. Im Bereich der für die Autos reserviert ist, steht schon ein eindrucksvolles Gefährt. Ein schweizer Ehepaar hat sich für ihre Zeit nach der Pensionierung kein Haus, sondern ein Reisefahrzeug der besonderen Art geleistet. Eine mobile Einraumluxuswohnung mit der man auch durch 1,20m tiefes Wasser fahren kann.
Am nächsten Tag wird gewechselt, das HighTech-Gefährt geht und die Schweizer Ernst und Susanne kommen. Seit drei Jahren sind sie mit ihrem Sprinter-Wohnmobil schon in Südamerika unterwegs und können uns wertvolle Tipps, unter anderem für den Autopapierkram, geben. Während wir die nächsten Tage beim Public Viewing und mit unseren Erledigungen verbringen, fühlt sich der Campingplatz weiter und es kommen noch zwei Wohnmobile aus Deutschland. Wir grillen zusammen, tauschen Erfahrungen aus und verschieben von Tag zu Tag unsere Weiterreise. Es ist nach sechs Monaten im fremdsprachigen Ausland doch ganz angenehm, auch mal wieder mit anderen Personen Gespräche in unserer Muttersprache führen zu können.
Wir hören, dass zur Zeit auf dem Paso de Jama (4200m ü.N.N.) und im restlichen chilenischen Hochland die Temperaturen auf bis zu -20 Grad fallen können. Hm... was nun? Wir wollten in dieser Gegend noch eine Woche klettern gehen, bevor wir über den Pass fahren. Nur bei diesen Temperaturen klingt es wenig verlockend. Auch unser Don Blanco wird vermutlich bei diesen Temperaturen nicht mehr anspringen, da ihm der Diesel in den Leitungen gefriert. Von anderen Reisenden kriegen wir den "Geheimtipp" Paraguay soll sehr schön und wenig touristisch sein. Warum nicht, denken wir uns und ändern unsere Pläne so, dass wir durch Bolivien nach Paraquay fahren und dann im August Nadine und Christian in Brasilien treffen.
Im September möchten wir ins nördliche Chile zurückkehren um zu klettern und die Atacama Wüste mit ihren Kupfer Mienen zu besuchen. Nach dem wir alles erledigen konnten und sich auch der Rest unserer kleinen deutschsprachigen Zeltplatzcommunity wieder auf den Weg macht, reisen wir weiter in Richtung Bolivien.

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Eingestellt von broschizzl 19:33 Archiviert in Argentinien Kommentare (0)

Parque National de los Cardones

sunny 17 °C
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Auf dem Weg zu unseren nächsten Station der Stadt Salta, im Norden von Argentinien, liegt auf über 3000m ü.N.N. der Parque National de los Cardones. Grob übersetzt ist das der Kaktus-Nationalpark, im spanischen ist er allerding nach der hier beheimateten Kateenart den "Cardónes" (Echinopsis atacamensis) bennant. Diese werden bis zu 12m hoch und über 500 Jahre alt. In den ersten 10 davon, werden sie kaum höher als 5 bis 10cm. Erst dann entwickeln sie die Fähigkeit, Wasser zu speichern und können an Höhe gewinnen. Das Holz der Kakteen wurde früher für Möbel oder den Hausbau verwendet. Aufgrund der sehr eigenen Struktur werden heutzutage aber meist Souvenirs gefertigt. Schöne Lampen kann man auch daraus machen.
Hier beheimatet sind ausser den grossen Stachelgewächsen auch die kleinen Bösartigkeiten der Natur. Auf Hinweis schildern wird davor gewarnt Steine oder anderes anzuheben, da im Nationalpark auch Schwarze Witwen leben. Trotz intensiver Suche haben wir keine gefunden und müssen uns mit dem Foto der Warnung begnügen.

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Eingestellt von broschizzl 06:30 Archiviert in Argentinien Kommentare (0)

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