Reise blog von Travellerspoint

La Paz


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Bienvenidos in La Paz. Die offizielle Hauptstadt von Bolivien erreichen wir in strömendem Regen. Drei Stunden dauert die Fahrt durch die Stadt bis zum Stellplatz im Hotel Oberland. Der Fahrstil der Bolivianer hier lässt sich nicht in Worte fassen. Eher in ein extrem lautes Hupkonzert. Wir haben die beinahe Unfälle irgendwann nicht mehr mitgezählt und auch nicht die Flüche des Fahrers :-) Ein Freund sagte später: "Das Problem wird erst gelöst wenn es da ist." Was die Situation auf den Strassen passend beschreibt.
Daher vermeiden wir es weiter in der Stadt herumzufahren und nehmen einen der öffentlichen Buse ins Zentrum.
Wir sehen uns mit der "Teleferico Roja" ( rote Gondelbahn), welche die Hügel mit dem tiefer gelegenen Zentrum verbindet, die Stadt von oben an. Der Friedhof auf den wir herabsehen, hat die Ausmasse einer kleine Stadt in der Stadt. Wobei die Toten nicht in der Erde, sondern in kleinen Gebäuden beigesetzt werden und wie bei den Lebenden haben die ärmeren dann eine "Wohnung" im Hochhaus und die reichen ihr "Eigenheim".
Wir schlendern weiter über den Markt, wo es unter anderem Hexenstände gibt, an welchen man alle möglichen Dinge für okkulte Rituale findet. Einen bleibenden Eindruck hinterlassen bei uns die getrockneten Lama-Föten. Auf dem Schwarzmarkt finden wir ausserdem eine Festplatte zu einem fairen Preis. Jetzt haben wir endlich Platz für die vielen Fotos. Soweit zu unseren zwei Tagen in La Paz. Bald schon heisst es: "Adios Bolivia! Holà Peru!"

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Eingestellt von broschizzl 12:34 Archiviert in Bolivien Kommentare (0)

Tatio Geysire

sunny -10 °C
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Unser zweites Ziel im Norden von Chile waren die Tatio-Geysire, das höchstgelegenste Geysirfeld der Welt. Auf etwa 4300m ü.N.N. gefrieren viele der heissen Quellen bei Temperaturen bis zu -20° in der Nacht zu. Am morgen vor dem Sonnenaufgang steigen dann riesige Dampfwolken auf und es gibt Heisswasserfontänen von bis zu 6m Höhe.
Für Reisende mit einem Wohnmobil ist es möglich auf dem Parkplatz der Geysire zu Übernachten und früh am morgen, noch von den Touristenscharen, die brodelnden Löcher im Boden zu besuchen. Wie wir gehört haben, gefriert vielen Reisenden der Diesel über Nacht und man muss mit der Abreise warten, bis die Sonne gegen 11 Uhr genug Kraft hat, um die Fahrzeuge wieder startfähig zu machen. Eigentlich wollten wir das auch so machen. Allerdings sagte uns der Wetterbericht, das die Temperaturen in El Tatio am nächsten Tag auch am Mittag kaum über den Gefrierpunkt steigen. Zwei eiskalte Nächte das wollten wir uns dann doch nicht antun. So beschlossen wir früh sehr zeitig in Calama abzufahren um rechtzeitig an den Geysiren einzutreffen. Als wir nach den 125 Kilometern ankamen und ausstiegen, sind waren froh uns so entschieden zu haben, denn es war wirklich furchtbar kalt. Nach einem ersten Rundgang mussten wir zurück ins Auto, um unsere Finger wieder aufzutauen, da man mit ihnen kaum noch die Kamera bedienen konnte. Für uns war es ein kurzer aber eindrucksvoller Besuch in El Tatio (übersetzt "Der Grossvater").
Wir fuhren noch am selben Tag weiter Richtung La Paz. Da wir im Moment keine Lust mehr auf Naturstrassen hatten, fuhren wir die etwas längere Strecke über Arica, ganz im Norden von Chile, da diese durchgehend asphaltiert sein soll.

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Eingestellt von broschizzl 10:28 Archiviert in Chile Kommentare (0)

Chuquicamata

25 °C
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Erneut fuhren wir von Bolivien zurück nach Chile. Wir wollten uns den grössten Kupfertagebau der Welt ansehen. Nur zwanzig Autominuten entfernt von der Wüstenstadt Calama, liegt Chuquicamata. Eine eindeutige Übersetzung des Namens scheint es nicht zu geben. Unser Führer auf der Minentour übersetzte ihn als "Speer des Himmels" und auf Wikipedia finden sich noch ein paar weitere mögliche Deutungen. Die Übersetzung, welche unsere Reiseführer liefert, scheint für uns die treffenste. "Offener Himmel" beschreibt das 5km lange, 3 km breite und 1km tiefe Loch im Hochland der Atacamawüste ziemlich genau. Schon aus einigen Kilometern Entfernung fallen, die bis zu 300m hohen Abraumhalden auf.
Die Tour durch die Mine ist kostenlos, sollte aber schon am Vortag gebucht werden. Bevor uns ein Reisebus zur Mine bringt, müssen alle Teilnehmer Helm und Warnweste in Empfang nehmen und die obligatorische Verzichtserklärung für den Schadensfall unterschreiben.
Der erste Stop der Tour ist in der verlassenen Minenarbeiter-Stadt Chuquicamata. Die Kleinstadt wurde geräumt weil die Nähe zur Verarbeitungsanlage des Kupfergesteins zu gesundheitlichen Problemen bei der Bevölkerung geführt hat. Heute wohnen alle Arbeiter im etwas weiter entfernten Calama. Obwohl die letzte Familie erst in den 80er Jahren die Stadt verlies, hat sich eine leichte Unheimlichkeit gemütlich gemacht. Alte Schilder, abblätternde Farbe und der alte Spielplatz werden überschattet von den riesigen Abbraumhalden, unter denen bereits das Krankenhaus und einige andere Gebäude begraben wurden.
Auf der Weiterfahrt zur eigentlichen Mine sahen wir zum ersten Mal die grossen Minentrucks. Gearbeitet wird mit zwei Modellen. Das grössere wird in Deutschland produziert. Daneben wirkt der Reisebus fast wie ein Gokart. Mit den Monstertrucks werden 600t Kupfer am Tag gefördert und für jedes Kilo müssen mindestens 100 Kilo Gestein abtransportiert und weiterverarbeitet werden. Nach den Angaben des Führers lohnt sich der Abbau noch für ca. 40 Jahre, wobei in 4 Jahren von Tagebau zu unterirdischem Abbau umgestellt werden soll. Die kupferführende Gesteinsschicht reicht noch einen weiteren Kilometer in die Tiefe und erstreckt sich südlich und nördlich noch hunderte von Kilometern. Allerdings ist die Qualität und Dichte des Kupfers im Gestein nur in der Umgebung von Chuquicamata so hoch. In nächster Nähe gibt es auch noch zwei kleinere Minen.
DIe Stadt Calama ist aber sicher vor einer Umsiedlung, denn da wohnen ja die ganzen Arbeiter. Das sagt man uns zumindest. Bleibt abzuwarten ob die kommerziellen Interessen dies auch in Zukunft so sehen. Zumindest hat Chile jetzt ein Gesetzt erlassen, welches die Minenbetreiber verpflichtet, ihren Wasserbedarf nur noch mit Meerwasser zu decken.

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Eingestellt von broschizzl 10:26 Archiviert in Chile Kommentare (0)

Salar de Uyuni

sunny 23 °C
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Die riesige Salzpfanne ist mit ihren über 10'000 Quadratkilometer der grösste Salzsee der Welt. Die Vorfreude war riesig und auch die Angst stecken zu bleiben, war gering, da wir ja mit Martin, Trixi und ihrem 4x4 Landcruiser unterwegs waren. Erstmal wurden jedoch die Autos in einem Hinterhof, der sich Garage nannte, von unten eingeölt. Diese Behandlung soll vor dem Salz schützen.
Die schlechte Strasse zur Einfahrt auf den Salar stellte noch einmal eine Bewährungsprobe dar und zog sich einmal mehr länger hin als gedacht.
Doch dann erstreckte kilometerweit sich das riesige, weisse Meer aus Salz vor uns. Zwei Tage und Nächte verbrachten wir hier und fuhren etwa 200km. Wir hatten viel Spass beim knipsen der unzähligen Fotos, haben auf einer Insel gegrillt und Brot gebacken und auch die fantastischen Sonnenauf- und untergänge liessen sich sehen und geniessen.
Auch den Fahrern alias Martin und Sebastian machte es sichtlich Spass, sich auf der grossen Fläche auszutoben. Wo hat man sonst eine mehrere Kilometer breite Strasse.

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Eingestellt von broschizzl 10:18 Archiviert in Bolivien Kommentare (0)

El Eden

sunny 17 °C
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Wie schon erwähnt waren wir mit Carlos ein paar Tage klettern. Er hat uns mit an einen Ort genommen, an welchem er gerade angefangen hat die ersten Haken zu setzen: "El Eden". Grob übersetzen heisst es "der Himmel". Wenn man selber klettert, erkennt man schnell, dass dieser Name im besten Fall noch untertrieben ist. Ein Eldorado aus Fels an einem Traumhaften Ort auf 4000m.ü.N.N.
Hier gibt es alles. Kleine Boulder, Highballs, technische und athletische Sportkletterrouten, perfekte bis zu 40m lange Risse zum Trad-Klettern und wahrscheinlich sogar einige Mehrseillängenrouten. Und das Beste ist: davon ist noch fast nichts erschlossen. Also eine Empfehlung für alle abenteuerlustigen Entdecker.

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Eingestellt von broschizzl 05:05 Archiviert in Bolivien Kommentare (0)

Sucre

sunny 20 °C
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Auf 2800 m.Ü.M. liegt Sucre die offizielle Hauptstadt Boliviens (Sitz der Regierung befindet sich in La Paz). Wir verbringen hier etwas mehr als eine Woche. Die Altstadt von Sucre mit seinen Gebäuden aus dem 1800 Jahrhundert gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.
Im Hostel Pachamama finden wir Zuflucht für diese Zeit. Im grossen Garten, hätte auch unser Don Blanco Platz gehabt, wäre er nicht fast die ganze Zeit in der Werkstatt gewesen. Die Reparatur der Servolenkung nahm ganz schön Zeit in Anspruch. Der Mechaniker konnte nicht genug wiederholen:" La camionetta es de Suiza. No tenemos repuestos aqui. Necesitamos tiempo para reparar!"
Na ja, es gibt bestimmt weniger schöne Orte um hängen zu bleiben. So verbringen wir die Zeit mit einem Besuch auf dem Markt im nahegelegenen Tarabucco. An die vielen Leute und die engen Gassen muss man sich erstmal gewöhnen. Hier werden alle möglichen Artesanias (Selbstgemachtes) aus der Region feilgeboten. Auch mit Lebensmittel ist der Markt gut ausgestattet. Wir kaufen für unsere anstehenden Klettertage Essen ein. Zwei gewebte Tücher und eine kleine Tasche sind die Ausbeute des Tages. Wir als Touristen haben natürlich auch jedesmal den obligatorischen Gringozuschlag :) bezahlt. Da wir keine Tour gebucht hatten, sondern mit den Kleinbussen unterwegs waren, welche auch die Einheimischen als Fortbewegungsmittel nutzen, kommen wir auf dem Rückweg in den Genuss einen Bus voller Cokablätter kauender Bolivianer und Bolivianerinnen zu haben. Der Geruch ist sehr gewöhnungsbedürftig!
Drei Tage verbrachten wir ausserhalb Sucres beim Klettern mit Carlos. Er hat in der Umgebung von Sucre ganzen Klettergebiete erschlossen. Mehr wirklich engagierte Erschliesser gibt es, trotz des enormen Potenzials, leider nicht. Danach trafen wir Carlos noch einige male zum Bouldern in seinem Boulderraum. Zum Abschluss, lud er uns zu sich nach Hause zum Essen ein. Das war sehr eindrücklich. Zur Zeit lebt er mit seiner Frau auf ca. 13qm, aber die eigene Wohnung ist in Planung und soll Ende des Jahres fertig sein.
Am Abend vor unserer Abreise kamen noch weitere Autoreisende im Hostel an. Ein Pärchen aus Nürnberg und Trix und Martin aus Bern. Es wird ein lustiger Abend, denn auch Leen und Ruben zwei Belgier, die wir in Samaipata kennengelernt hatten, sind hier im Hostel abgestiegen. Wir beschliessen spontan noch eine weitere Nacht zu bleiben und verwöhnen die Neuankömmlinge mit Cuba Libre. Auch die Rückkehr unseres "Don`s" aus der Werkstatt wird begossen.
In diesen Tagen findet gerade ein Fest in Sucre statt. Menschen aus dem ganzen Land sammeln sich in der Stadt und tanzen in mehr oder weniger traditionellen Trachten auf den Strassen. Der Umzug zieht sich über Kilometer durch die Stadt...oder laufen die alle doch nur um den Block? Jedenfalls ist es ein extrem lebendiges Chaos, welches sich uns in dieser schönen Stadt präsentiert.
Am nächsten morgen brechen wir auf ans Ojo del Inca, eine heisse Quelle ca. 220 Km entfernt von Sucre. Dort sind wir mit Martin und Trix verabredet.
Unter einem prächtigem Sternenhimmel genehmigen wir uns ein Bad im 30 Grad warmem Wasser. Wieder mit Cuba Libre. Ab hier wollen wir gemeinsam zum Salar de Uyuni, was sicherlich keine schlechte Idee ist. Zum einen freuen wir uns über die nette Gesellschaft und zum anderen ist diese unterwegs mit einem 4x4 Landcruiser. Sollten wir also auf dem Salar im Salz stecken bleiben, ist Hilfe vor Ort.

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Eingestellt von broschizzl 16:23 Archiviert in Bolivien Kommentare (0)

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