Reise blog von Travellerspoint

Huayllay

overcast 15 °C
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Nach dem unsere Kletterausrüstung nun schon wieder einige Wochen ungenutzt in unserem VW-Bus umher rutscht, war unser nächstes Ziel der „Wald der Steine“ (Bosque de Piedras) in Huayllay. Zweihundert Kilometer entfernt von Lima liegt auf 4000m ü.N.N. das, aus Tausenden von grossen und kleinen Felsen bestehende, Klettergebiet. Der Weg dahin wie immer abenteuerlich. Um 80km Umweg zu sparen, nehmen wir die direkte Route von Lima. Für diese 234km brauchen wir, aufgrund der zum Teil schlechten Strassen, 8 Stunden und kurz bevor wir ankommen, werden wir auch noch von einem freudigem Schneetreiben begrüsst.
Wie wir wussten, gibt es einen Camping-Platz auf dem Land einer Familie, genau am Eingang zu diesem peruanischen Nationalheiligtum. Die Familie war wahnsinnig freundlich und wir können uns nach einem kurzen, kalten und feuchtem Klettertag in ihrem Haus aufhalten. Somit müssen wir nicht dem Regen und Wind ausgeliefert, auf besseres Wetter warten. Die Familie erzählt uns, dass das erste Mal vor ca. 25 Jahren hier geklettert wurde und dass es kein anderer als Wolfgang Güllich war, der die ersten Erstbegehungen gemacht hat. Weiterhin erzählt uns der Vater der Familie, das sein Vater und sein Opa gesagt haben, er soll den warmen Poncho und die Gummistiefel schon mal raussuchen, denn es wird in den nächsten Tagen mehr Regen geben. Dies bewahrheitet sich in der Nacht und da der Fels noch feucht und die Aussichten auf besseres Wetter gering sind, beschliessen wir am selben Tag weiter zu fahren. Leider ohne viel geklettert zu haben.

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Eingestellt von broschizzl 16:48 Archiviert in Peru Kommentare (0)

Parque National de Paracas

sunny 22 °C
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Da dachten wir, wir hätten die Wüsten von Südamerika schon gesehen aber das hier toppt noch einmal die vorherigen Eindrücke. Riesige Sanddünen türmten sich vor uns auf. Sie bilden einen krassen Kontrast zum Meer. Hier spielt sich der grosse Teil des Lebens unter Wasser ab. Wir dürfen neben dem Häusschen des Parkwächters übernachten. Im Restaurant essen wir unser erstes und leckeres Ceviche. Ein typisches Gericht aus der Küstenregion Perus. Es besteht aus rohem Fisch oder Meeresfrüchten, mariniert mit Limettensaft, Aji, Koriander und Salz.
Wir sehen uns die Strände mit ihren Meeresvögel an. Da sind Pelikane, Möwen und Tölpel. Massenhaft tote Roben liegen an den Stränden der Geruch ist je nach Windrichtung dementsprechend unangenehm. Die lebenden Tiere sind laut Parkwächter nur auf den Inseln anzutreffen.

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Eingestellt von broschizzl 16:41 Archiviert in Peru Kommentare (0)

Nazca-Linien

sunny 25 °C
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Das zweite grosse Touristenziel in Peru sind die Nazca-Linien. Ihre Bedeutung und Entstehung wird verschiedentlich mit ausserirdischen Besuchern in Verbindung gebracht, aber unser Ansporn für einen Besuch war doch bodenständiger: Sie lagen einfach auf dem Weg.
Um die kilometerlangen Linien oder die riesigen Figuren zu sehen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die erste und günstigste ist mittels einer grossen Zoomstufe bei Google Maps, die zweite ist der Besuch der Aussichtspunkte und die dritte, ein Rundflug über die Gegend. Wir entschieden uns für Variante zwei und bestiegen die beiden Aussichtstürme und den Hügel entlang der Panamericana.
Über die Bedeutung der Linien und Figuren erlangten wir keine neuen Erkenntnisse, aber zumindest wissen wir jetzt etwas über die Art, wie sie gemacht wurden. Da der Wüstenboden sehr regelmässig mit kleinen Steinen bedeckt ist, konnten die Figuren durch wegräumen ebendieser erzeugt werden. Die Linien sind quasi steinfrei.
Fährt man die Panamericana, wie wir, weiter Richtung Norden, kommt man noch am Museum Maria Reiche vorbei. Die gebürtige Dresdnerin hat die Nazca-Linien entdeckt und untersucht. Zu sehen gibt es unter anderem, viele der von ihr angefertigten massstabsgerechten Zeichnungen. Viele Jahre ihres Lebens hat sie den steinfreien Bereichen der Wüste um Nasca gewidmet, bevor sie 1998 in Lima verstorben ist.

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Eingestellt von broschizzl 08:24 Archiviert in Peru Kommentare (0)

Machu Picchu

rain 20 °C
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...der krönende Abschluss unserer Ruinentour. Voller Vorfreude wanderten wir zu fünft die 11km nach Aqua Calientes, entlang der Bahngleise, durch Bananenheine, vorbei an Kaffeepflanzen und anderen wunderschönen tropischen Blumen. Der strömende Regen machte uns wenig aus, denn die bekanntesten Inka-Ruinen der Welt waren unser Ziel.
Als wir 2,5 Stunden später in Aquas Calientes ankamen, fanden wir schnell ein recht gemütliches Hostel. Abends gingen wir Essen und stellten fest, in Machu Picchu Pueblo verlangen sie ganz schön stolze Preise (im Vergleich zum Rest von Peru). Die Bedienungen der Restaurants werben auf der Strasse um Gäste. Wir fanden ein Restaurant in dem uns am Eingang 30% Rabatt offeriert wurden. Das Ergebnis: Die Portionen waren vermutlich auch um 30 % reduziert und auf der Rechnung wurden noch mal 30 % Servicegebühren verrechnet. Auf Nachfrage stellte sich dann heraus, dass dieser Beitrag „nicht obligatorisch“ ist, er wird jedoch von allen Restaurants im Dorf erhoben.
Auch am nächsten Tag meinte es Petrus nicht besser mit uns. So gingen wir Mittags im Mercado Central essen. Es war sehr angenehm und nur einheimische waren anzutreffen. Hier bekommt man für viel weniger Geld, viel mehr und meist gutes Essen.
Am Nachmittag besuchten wir die heissen Quellen. Auf diese Idee waren bei diesem Wetter nicht nur wir gekommen. Man konnte die Becken schon fast als Fleischbäder bezeichnen ☺, was sich auch in der Sauberkeit des Wassers wieder spiegelte und so wurde es ein kurzer Besuch.
Wir entschieden uns aufgrund des Wetterberichts einen weiteren Tag zu warten, bevor wir Machu Picchu besuchten und bestiegen statt dessen den Putucusi gegenüber. Beim Aufstieg überwindet man einige steilere Stellen mit Holzleitern weshalb wir an der Rezeption im Hostel nach den Bedingungen fragten. Alles sei in gutem Zustand! So waren wir etwas erstaunt, dass die erste Leiter nicht mehr als Leiter identifizierbar war. Alle weiteren waren dann aber wirklich in begehbarem Zustand und so kletterten und wanderten wir die steilen 1.5 Stunden zum Gipfel hoch. Oben angekommen hatten wir eine wunderbare Aussicht auf Machu Picchu und den umliegenden Urwald. Schön wars.
Am nächsten Tag ging es endlich hoch zur weltberühmten Inkastadt. Sebastian und Jonathan brachen früh auf um gleich mit Öffnung der Brücke im Tal, die 60 Minuten Aufstieg in Angriff zu nehmen. Viele andere hatten die selbe Idee aber die falsche Technik. Sie nahmen die steilen 400 Höhenmeter viel zu schnell in Angriff. Ganz im Gegensatz zu Jonathan, der, mit seinen fast 70 Jahren Lebenserfahrung, etwas langsamer aber konstant unterwegs war. So waren die beiden zwar einige der ersten Wanderer, aber durch die späte Brückenöffnung nur gleichzeitig mit den ersten Bussen und lang nach dem Sonnenaufgang am Ruineneingang. Wir nahmen uns einen Führer um zu den vielen „alte Steinen“ wenigstens etwas Kontext zu bekommen. Die im 15. Jahrhundert erbaute Stadt liegt in 2360 Metern Höhe in den Anden des Urubamba-Tals und wurde von den Inkas aus Angst vor den Spaniern verlassen. Einige der Gebäude wie z.B. der Sonnentempel sind nach der Sonne ausgerichtet. So fällt beispielsweise die Sonne am 21. Juni durch eines der Fenster und beleuchtet ein bestimmtes Wasserbecken. Ebenso kann man im Schattenwurf des Wayna Picchus, der eindrucksvolle Berg auf allen Macchu Picchu Fotos, einen Kopf erkennen. So sagt man zumindest. Viele der Theorien sind wohl nicht ganz so sicher, wie manche meinen. Auch war Hiram Bingham nur der wissenschaftliche Entdecker von Macchu Picchu. Ganz vergessen waren die Ruinen nie. Als Bingham sie fand, lebte zumindest eine Familie in den Ruinen.
Macchu Picchu war schon vor unserer Reise ein Fixpunkt den wir besuchen wollten. Nachdem wir jedoch die vorherigen Ruinen sahen, waren wir von den Ruinenanlagen an sich nicht mehr so begeistert. In Peru gibt es eindrucksvoller erhaltene Inkagebäude. Dennoch bleibt es ein mystischer Ort an eindrucksvoller Lage.

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Eingestellt von broschizzl 07:58 Archiviert in Peru Kommentare (0)

Valle Sagrado

sunny 20 °C
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Mit dem Bolleto-Turistico in der Tasche, kann man auf dem Weg nach Macchu Picchu einige schöne Ruinen zum Pauschalpreis besuchen. Für uns klang das günstig und spannend, da sich unsere Ruinenbesuche auf der bisherigen Reise in Grenzen hielten. Das selbe Ziel zur selben Zeit hatten auch Susann, Ernst und Jonathan. So starteten wir das Unternehmen „Alte Steine“ in sehr angenehmer Schweizer Gesellschaft.
Wir besuchten von Cusco nach Ollantaytambo insgesamt 7 verschiedene Inka-Ruinen und eine „Salzplantage“.
Eindrücklich war vor allem die Bauweise der Inkas. Man sieht noch heute, was für detailverliebte Dudes die Incas waren. Jeweils die Oberkante der Steine wurde so bearbeitet, dass der nachfolgende Stein ganz genau passt. Nicht mal eine Visitenkarte könnte man durch die Ritzen schieben. Wir nehmen an dafür musste der zu plazierende Stein mehrmals probeweise positioniert werden und die Steine sind nicht klein! Schwerstarbeit ohne Hebe- und Fräsmaschinen. Der Aufwand der hier betrieben wurde, hatte aber auch seinen Grund. Wie sich später zeigte waren die Gebäude der spanischen Eroberer nicht so stabil und stürzten bei Erdbeben ein, ganz im Gegensatz zu den Incabauwerken.
Auf dem Berg gegenüer ist ein Waldbrand zu beobachten. Die entstehenden Rauchmengen begleiten uns den ganzen Tag und machen den Ausblick an manchen Stellen ziemlich trübe.
Die angesprochene „Salzplantage“ sind die „Salinas de Maras“. Sie bestehen aus kleinen Terrassen, die von einem salzigen Bach gespeist werden. Die Sonne trocknet die Becken aus und zurück bleibt Salz in unterschiedlichen Qualitäten. Wie üblich gibt es auch hier Souvenirstände für die Touristen. Wir stockten hier unseren Salzvorrat auf. Toll wenn man weiss woher die Lebensmittel, welche man verspeist, herkommen. An den Verkaufsständen der anderen Ruinen waren wir uns nicht immer sicher, wieviel Handarbeit da wirklich von den Menschen der Region geleistet wird.
Nach zwei Tagen im Valle Sagrado nahmen wir die letzten 150km nach Santa Teresa in Angriff. Über einen landschaftlich sehr schönen Pass auf 4300m gelangt man ans Ende der Strasse in Richtung Macchu Picchu. Hier stellten wir unsere Fahrzeuge auf einem kleinen Camping ab und brachen in aller Frühe nach Aquas Calientes auf.

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Eingestellt von broschizzl 07:54 Archiviert in Peru Kommentare (0)

Cusco

sunny 20 °C
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Auf dem Campingplatz treffen wir alte Bekannte aus der Schweiz. Ernst und Susanne, die wir bereits aus Salta kennen und Jonathan ein weiterer Schweizer. Ausserdem sind einige Deutsche, Niederländer, Dänen, Reisende aus Südafrika, Argentinien und Polen auf dem Platz. Viele Gespräche, Tipps und Geschichten werden ausgetauscht. Wir veranstalteten einen Grillabend. Mit viel Fleisch, Wurst, leckeren Salaten und auf dem Grill zubereitetem Brot.
DIE Touristenhochburg Perus ist eine schöne kleine Stadt mit viel Charme. Die Peruaner hier haben sich jedoch den Touristenströmen angepasst. Sitzt man irgendwo rund um die Plaza oder schlendert herum, vergeht keine Minute ohne dass jemand um Geld bittet, etwas verkaufen möchte oder eine Massage anbietet.
Leen und Ruben sind ebenfalls in diesen Tagen in Cusco angekommen. Während wir auf der Plaza auf die beiden warten setzt sich ein älterer Herr zu uns auf die Bank. Wir unterhalten uns über die Städte dieser Welt und er erzählt uns Geschichten über die Stadt und die Leute.
Wir verbringen den Tag mit gutem Essen und ohne Bier in der Stadt. (In zwei Tage sind Wahlen und die Einheimischen dürfen davor kein Alkohol ausschenken und konsumieren.) Wir besuchten das Museum in Cusco und den Handwerkermarkt . Ausserdem fanden wir beim Mercado Central Stoffgeschäfte... wow diese Farben! Glücklicherweise hat Don Blanco nicht unbeschränkt Platz und Sebastian weiss auch in den richtigen Situationen daran zu erinnern.

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Eingestellt von broschizzl 07:53 Archiviert in Peru Kommentare (0)

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