Reise blog von Travellerspoint

Argentinien

Quebrada de Humahuaca

sunny 22 °C
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Nach einigen schönen Tagen in Salta mit anderen Reisenden geht es für uns in gewohnter Zweisamkeit weiter nach Norden in Richtung Bolivien. Wir fahren durch das Quebrada de Humahuaca. Das Tal des Rio Grande de Jujuy zählt zum UNESCO Weltkulturerbe und soll landschaftlich sehr reizvoll sein. Die Ortschaften werden kleiner und bekommen, zumindest nach unserer Vorstellung, wieder mehr südamerikanisches Flair. Das Ziel des ersten Tages ist Purmamarca mit dem Berg der sieben Farben. Auf unserem Weg besichtigen wir die Festungsanlage der Omaguaca-Indianer. Die Ureinwohner müssen wohl ziemlich klein gewesen sein, wenn man sich die Türen so anschaut. Auffallend in der Festung ist eine Pyramide am höchsten Punkt. Als wir sie erreichen, ist sie aber keineswegs ein Werk der Ureinwohner sondern ein Denkmal für die Forscher, welche die Anlage entdeckt und touristisch zugänglich gemacht haben.
In Purmamarca finden wir einen kleinen Campingplatz, auf dem wir die Nacht geschützt vor den sehr sandhaltigen Winden verbringen können und nutzen die restlichen Stunden des Tages noch für einen Spaziergang durch die Stadt. Wir finden viele Stände mit Handarbeitsartikeln aus Wolle, Keramik und Kaktusholz. Bevor es am nächsten morgen weitergeht, wollen wir noch einen Blick auf den Berg der sieben Farben werfen. Dieser ist zwar wirklich wunderschön, aber wir sind uns sicher, das wir auf unserer Route durch Argentinien schon Berge mit mehr Farben gesehen haben.
Die nächste Etappe ist kurz und es dauert nur zwei Stunden bis Humahuaca. Es bleibt genügend Zeit uns auf dem Camping einzurichten und die nötigen Arbeiten in unserem mobilen Haushalt zu erledigen. Am nächsten Tag schauen wir uns das Monumento a los Héroes de la Independencia (Denkmal für die Helden der Unabhängigkeit) an und kommen mit einem Händler ins Gespräch. Er selber verkauft handgemachten Schmuck aus Silberdraht mit Halbedelsteinen aus der Region und erzählt uns das viele der Stände, die in der Quebrada de Humahuaca angeblich handgemachte Wollwaren oder Keramik verkaufen, nur billige Importware aus China und Bolivien an die Touristen verhökern. Eigentlich hätten wir gern noch eine Lamawolldecke für die kalten Nächte in unserem Bus gekauft, aber so lassen wir das und hoffen in Bolivien direkt beim Erzeuger fündig zu werden.
Am Nachmittag schauen wir in einem Restaurant noch das deutsche WM-Spiel gegen die USA und verlassen Argentinien am nächsten Morgen. Hola Bolivia!

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Salta


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Nach unseren Ausflügen im kühleren argentinischen Hochland erreichten wir das tiefer gelegene und warme Salta. Hier galt es nun einige Dinge zu erledigen. Die Autoversicherung verlängern, Öl und alle Filter wechseln und ein paar Ersatzteile besorgen, an die man weiter im Norden vermutlich schwierig rankommt. Aber als erstes einchecken auf dem städtischen Zeltplatz. Das markanteste Merkmal hier ist ein Schwimmbecken von den Ausmassen eines Sees. Da in Südamerika gerade Winter ist, ist kein Wasser im Becken. Wenn es im Sommer wieder gefüllt wird, dauert dies ganze zehn Tage. Im Bereich der für die Autos reserviert ist, steht schon ein eindrucksvolles Gefährt. Ein schweizer Ehepaar hat sich für ihre Zeit nach der Pensionierung kein Haus, sondern ein Reisefahrzeug der besonderen Art geleistet. Eine mobile Einraumluxuswohnung mit der man auch durch 1,20m tiefes Wasser fahren kann.
Am nächsten Tag wird gewechselt, das HighTech-Gefährt geht und die Schweizer Ernst und Susanne kommen. Seit drei Jahren sind sie mit ihrem Sprinter-Wohnmobil schon in Südamerika unterwegs und können uns wertvolle Tipps, unter anderem für den Autopapierkram, geben. Während wir die nächsten Tage beim Public Viewing und mit unseren Erledigungen verbringen, fühlt sich der Campingplatz weiter und es kommen noch zwei Wohnmobile aus Deutschland. Wir grillen zusammen, tauschen Erfahrungen aus und verschieben von Tag zu Tag unsere Weiterreise. Es ist nach sechs Monaten im fremdsprachigen Ausland doch ganz angenehm, auch mal wieder mit anderen Personen Gespräche in unserer Muttersprache führen zu können.
Wir hören, dass zur Zeit auf dem Paso de Jama (4200m ü.N.N.) und im restlichen chilenischen Hochland die Temperaturen auf bis zu -20 Grad fallen können. Hm... was nun? Wir wollten in dieser Gegend noch eine Woche klettern gehen, bevor wir über den Pass fahren. Nur bei diesen Temperaturen klingt es wenig verlockend. Auch unser Don Blanco wird vermutlich bei diesen Temperaturen nicht mehr anspringen, da ihm der Diesel in den Leitungen gefriert. Von anderen Reisenden kriegen wir den "Geheimtipp" Paraguay soll sehr schön und wenig touristisch sein. Warum nicht, denken wir uns und ändern unsere Pläne so, dass wir durch Bolivien nach Paraquay fahren und dann im August Nadine und Christian in Brasilien treffen.
Im September möchten wir ins nördliche Chile zurückkehren um zu klettern und die Atacama Wüste mit ihren Kupfer Mienen zu besuchen. Nach dem wir alles erledigen konnten und sich auch der Rest unserer kleinen deutschsprachigen Zeltplatzcommunity wieder auf den Weg macht, reisen wir weiter in Richtung Bolivien.

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Eingestellt von broschizzl 19:33 Archiviert in Argentinien Kommentare (0)

Parque National de los Cardones

sunny 17 °C
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Auf dem Weg zu unseren nächsten Station der Stadt Salta, im Norden von Argentinien, liegt auf über 3000m ü.N.N. der Parque National de los Cardones. Grob übersetzt ist das der Kaktus-Nationalpark, im spanischen ist er allerding nach der hier beheimateten Kateenart den "Cardónes" (Echinopsis atacamensis) bennant. Diese werden bis zu 12m hoch und über 500 Jahre alt. In den ersten 10 davon, werden sie kaum höher als 5 bis 10cm. Erst dann entwickeln sie die Fähigkeit, Wasser zu speichern und können an Höhe gewinnen. Das Holz der Kakteen wurde früher für Möbel oder den Hausbau verwendet. Aufgrund der sehr eigenen Struktur werden heutzutage aber meist Souvenirs gefertigt. Schöne Lampen kann man auch daraus machen.
Hier beheimatet sind ausser den grossen Stachelgewächsen auch die kleinen Bösartigkeiten der Natur. Auf Hinweis schildern wird davor gewarnt Steine oder anderes anzuheben, da im Nationalpark auch Schwarze Witwen leben. Trotz intensiver Suche haben wir keine gefunden und müssen uns mit dem Foto der Warnung begnügen.

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Eingestellt von broschizzl 06:30 Archiviert in Argentinien Kommentare (0)

Cafayate & Cachi & Quebrada de las Conchas

sunny 20 °C
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Nach der langen Fahrt von Salta vorbei an den Ruinen von Quilmes erreichen wir Cafayate. Die kleine Stadt in den Anden ist weltweit bekannt für ihre Weine. Für den Weinanbau sind die geringe Luftfeuchtigkeit und die praktisch ganzjährigen Sonneneinstrahlung in eine Höhe von 1600m ü.N.N. von Vorteil. Die fehlende Feuchtigkeit wird durch moderne Bewässerungstechniken ausgeglichen. Viele der Bodegas (Weingüter) in der Stadt können besichtigt werden und die meisten bieten Degustationen an. Wir entscheiden uns für die Bodega Nanni, in der Bio-Weine produziert werden. Aufgrund des Windes und der anderen Umweltfaktoren, ist es möglich auf chemische Mittel gegen Schädlinge zu verzichten. Natürlich degustieren wir und legen uns einen kleinen Vorrat von den vorzüglichen Weinen an.
Weiter wollten wir eine Wanderung zu den hiesigen Wasserfällen machen. Wir haben uns am Vortag informiert und erfahren das man sich am Anfang des Tales in einem Buch registrieren muss. Mit den Worten "Wir sehen uns morgen!" verabschiedete sich der "Betreuer" des Buches von uns. Als wir am nächsten morgen am Taleingang ankommen, finden wir blos den leeren Steintisch vor. Ein Polizist ist vor Ort und erklärt uns: "Die Wanderung ist heute nicht möglich, weil man sich registrieren muss und die dafür zuständige Person heute nicht da ist und somit auch das Buch, in welchem man sich eintragen muss, fehlt. Wir dürfen jedoch sehr gerne morgen wieder kommen." Herzlich Willkommen in Südamerika, hier trägt ein Buch mehr Verantwortung als die Polizei. ;)
Nach ein paar Tagen in der Stadt machen wir einen kleinen Umweg in das Quebrada de las Conchas, welches von Cafayate nach Nordosten führt. An der Strasse, die durch dieses Flusstal führt, befinden sich, mit jeweils einigen Kilometern Abstand, verschiedene wunderschöne Felsformationen. Von 20m hohen Obelisken bis zu zehnfarbigen Bergen oder riesigen natürlichen Amphitheatern bleibt kaum ein geologischer Wunsch unerfüllt. Auch ein paar unangenehme Sandwindhösschen zeigen sich von ihrer besten Seite. Nach den ca. 80km die wir innerhalb von 6 Stunden mit vielen Pausen und Fotos gefahren sind, liegt das Dorf "Alemania", wo man direkt am Fluss idyllisch campieren kann. Haben wir zumindest gehört. Allerdings bezieht sich das wohl auf die vergangenen Jahre, denn so idyllisch ist es dann doch nicht. Ein wunderschöner Ort, der durch grosse Müllansammlungen deutlich an Attraktivität verloren hat.
Am nächsten Tag fahren wir zurück nach Cafayate und biegen kurz vor der Stadt nach Nordwesten auf die Erdstrasse nach Cachi ab. Eine Fahrt von knapp 200km durch ein geologisches Wunderland. Sandsteine in allen Farben und Formen, gerade Berge, schräge Berge in einer wüstenartigen Umgebung. Immer wieder legen wir Stopps ein und machen Fotos. EIne unwirkliche, sehr trockene Landschaft aber einfach wunderschön und spannend. Man weis nie, was einen hinter der nächsten Kurve erwartet und davon gibts wirklich viele.

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Eingestellt von broschizzl 06:29 Archiviert in Argentinien Kommentare (0)

Ruinas de Quilmes

sunny 22 °C
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Auf unserem Weg in den Norden von Argentinien machen wir einen kurzen Stop bei den Ruinen von Quilmes. Die Stadt existiert schon seit ca. 800 nach Christus und war im 17. Jahrhundert die letzte Verteidigungsanlage von ein paar Tausend Calchaquí-Indianer gegen die spanischen Eroberer. Die Indios verloren den Krieg, als die Spanier die Felder anzündeten und sie aushungern liessen. Die Überlebenden wurden per Pedes nach Buenos Aires deportiert und gingen dort zugrunde.

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Eingestellt von broschizzl 04:43 Archiviert in Argentinien Kommentare (1)

Capilla del Monte

semi-overcast 22 °C
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Capilla del Monte ist eine indyllische Kleinstadt nahe Cordoba. Für die Cordobesen dient die Gegend als Naherholungsgebiet. Ausserdem wurden vor einigen Jahren seltsame Lichter über einem Berg gesichtet. Heute wird dieses Phänomen geschickt zu Marketingzwecken genutzt, um Touristen anzulocken. Bei den vielen Hippies, die wir hier im Ort immer wieder sehen, scheint es funktioniert zu haben. Ein Einheimischer erzählte uns, das der Berg ein paar Tage nach einem Madonna-Konzert, in Cordoba, für einen Tag gesperrt wurde, damit die Popdiva die okkulte Atmosphäre allein geniessen kann. Wir sind dem Alienfieber nicht verfallen und verzichten auf den Besuch auf dem Berg, denn wir wollen klettern.
Die Vielfalt an Granitformationen lassen Klettererherzen höher schlagen. Es gibt was für Boulderer, Sportkletterer und auch das Trad-Klettern kommt hier nicht zu kurz. Wir finden einen schönen ruhigen Camping, wo wir mit Don Blanco verweilen. Nach einigen Tagen kommen auch Malu und Joel mit Geschwistern und Freunden hinterher. Es macht riesen Spass und das Wetter könnte besser nicht sein. Joël hat glücklicherweise eine ganz ansehnliche Sammlung von Friends im Gepäck und bringt auch eine ganze Menge Erfahrung in der Verwendung dieser mit. So kommen wir hier weit ab von Europa zu unseren ersten Rissklettereien, die auch die Damen, dank des entsprechenden Handschutzes, ohne grösseren Hautabrieb überstehen.

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Eingestellt von broschizzl 04:36 Archiviert in Argentinien Kommentare (0)

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