Reise blog von Travellerspoint

November 2014

Puerto el Morro


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Puerto el Morro ist ein gemütlicher kleiner Fischerort. Von hier aus kann man einen Ausflug mit dem Boot machen und die seltenen Flussdelphine sehen. Wir fahren hin und können, im Gegensatz zu den Touren die von der Metropole Guayaquill aus angeboten werden, für nur 5 statt 150 Dollar pro Person eine zweistündige Tour machen. Mangroven zieren das Fluss- oder besser Meerufer (Salzwasser). Sie beheimaten viele Vogelarten. Auch Schalentiere und Muscheln soll es hier noch zur genüge geben. Junge Männer mit langen Stöcken tauchen danach. Etwa nach einer Stunde taucht wirklich der erste Delphin im Kielwasser eines Fischkutters auf. Gar nicht einfach den zu sehen, geschweige den zu fotografieren. Doch Sebastian gelingt es nach ausdauerndem draufhalten. Nach wenigen Minuten sind plötzlich 5 Touristenboote hinter den Tieren her. Da kommt die Frage auf, ob das für die Delphine nicht mit grossem Stress verbunden ist? Die Antwort erhielten wir kurz vor der Rückfahrt. Einer der Delphine tauchte kurz neben dem Boot auf, schaute uns an und dachte: "Mähhh! Touristen!" Für uns war es auf jeden Fall ein grossartiges Erlebnis diese Tiere in der Natur und nicht im Delphinarium zu sehen.
Nach der Tour suchten wir eine der vielen Strandbuden auf, welche Fisch und Meeresfrüchte servieren. Die Cazuela de Mariscos war sehr lecker. Zu Anfang hatten wir mit unserer ersten Krabbe und dem dazu gelieferten Besteck, (einem Hammer) so unsere Probleme und mussten uns am Nachbartisch über die beste Vorgehensweise informieren. Lecker wars dann trotzdem, obwohl jemand mal die Krebse dem Verbraucherschutz als Mogelpackung melden könnte.

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Eingestellt von broschizzl 15:46 Archiviert in Ecuador Kommentare (0)

Parque National de Cajas


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Nach dem wir einige Zeit in tiefer gelegenen Regionen unterwegs waren, ging es wieder in die Berge. Parque National de Cajas hiess unser Ziel. Dieser liegt auf 3100 bis 4500m. ü.N.N.. Die Vegetation in den tieferen Lagen wird als Nebelwald bezeichnet und ist, wie der Name schon sagt, bei feuchter Witterung fast immer in Nebel gehüllt. Wir hatten Glück und konnten die atemberaubende Landschaft sehen. Auf einem kleinen Zwischenstopp am ersten Parkeingang, wanderten wir um den schönen Bergsee und bekamen schon mal einen ersten Eindruck von der viel gerühmten Vegetation des Parks. Nach 2 Stunden fuhren wir dann weiter auf 4300m zum zweiten Eingang und zum Besucherzentrum. Von hier aus starten Wanderwege verschiedener Länge durch das sumpfige Hochland. Für den Rest des Tages nehmen wir uns nur die Wanderung um einen weiteren Bergsee vor. Die Vegetation hier oben ist wirklich einzigartig, auch wenn man das beim Anblick der grasigen Hügellandschaft nicht auf den ersten Blick vermutet. Wir sehen unzählige Pflanzen die uns bis dahin unbekannt waren und machen ausnahmsweise auch eher kitschige Fotos von Blüten und Pflanzendetails. Vielleicht kann man die mal an einen Postkartenproduzenten verkaufen.
Die folgende regnerische Nacht verbringen wir, für eine kleine Gebühr von 8$ auf dem Parkplatz des Besucherzentrums. Da wir diese Höhen von über 4000m schon kennen, packen wir auch unsere, schon verstaute Wolldecke wieder aus. So schlimm war die Nacht dann aber doch nicht und wir stehen mit dem ersten ankommenden Touristenbus auf. Nach Kaffee und Tee stehen heute zwei der anderen Wanderwege auf dem Programm.
Der Boden an diesem Morgen ist von Wasser so vollgesogen, dass es bei jedem Schritt nur so patscht und schmatzt. Aber was will man auch von einem Feuchtgebiet erwarten. Vielleicht besser ausgeschilderte Wanderwege? Früher bekam man am Parkeingang eine detaillierte topografische Karte mit auf den Weg. Da der Staat jedoch beschlossen hat, keine Eintrittsgelder mehr für den Park zu kassieren, bleibt einem nichts weiter übrig als die Karte im Besucherzentrum abzufotografieren*. Auch das half uns nichts, wir verloren den, von grünen Holzschildern (!!!) gekennzeichneten, Weg schon nach wenigen hundert Metern. Aber kein Problem wir fanden schnell einen, von dunkelblauen Farbflecken markierten, Weg, den wir jedoch auch wieder verloren. Die GPS-App vom iPhone hat uns dann schlussendlich wieder zurück zu unserem Auto geführt. Nicht ohne nasse Füsse zu bekommen, aber zumindest über eine landschaftlich und biologisch sehr interessante Strecke. Wir haben unsere Sammlung an Pflanzen- und Blütenfotos weiter ausbauen können und am Ende auch etwa die Streckenlänge zurückgelegt, die wir uns vorgenommen hatten.
Um nun all unsere Sachen zu trocknen beschliessen wir an diesem Tag noch an die Küste zu fahren. Die Strecke dahin war atemberaubend. Von 4500m was über den Wolken liegt in Richtung Meer. Man fühlt sich kurz vom durchstossen der Wolkendecke wie in einem Flugzeug. "Stellen Sie bitte die Sitze in eine aufrechte Position und klappen Sie die Tische hoch!"

  • (Es dürfen in ganz Ecuador keine Unterscheidungen mehr zwischen Eintrittsgelder für Ausländer und Einheimische gemacht werden . Einzige Ausnahme bildet der Galapagos Archipel.)

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Eingestellt von broschizzl 14:40 Archiviert in Ecuador Kommentare (0)

Cuenca

sunny 25 °C
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Die Stadt liegt im Süden von Ecuador. Sie wirkt gemütlich und überschaubar. Wir schlendern über den Blumenmarkt, vorbei am Hutmacher (repariert Panamahüte, welche entgegen des Namens aus Ecuador stammen!) in die schöne Altstadt. Auf der Plaza stehen riesige Palmen. Es geht ruhig zu und her. Einige Schuhputzer sind unterwegs. Einer davon ist bestimmt nicht älter als elf und sein Kunde vielleicht vier Jahre jünger. Im Museo del Arte Moderno, gibt es zur Zeit leider nicht besonders viel zu sehen. Obwohl...vielleicht ist auch die Abwesenheit von Austellungsstücken Ausdruck einer besonders reduzierten modernen Kunst. In der weitläufigen Anlage sind nur zwei von etwa dreissig Räumen mit Bildern ausgestattet. So machen wir uns wieder auf den Weg zurück zum Camping. Ganz in der Nähe besuchen wir noch den Mercado Libre. Hier gibt es Unmengen an Bananen und Früchte- und Gemüsesorten, die wir in unserem Leben noch nie gesehen haben. Eine Frau bietet uns an, die Tomate del arbol (Baumtomate oder Tamarillo zu deutsch) zu kosten. So sauer dass es einem die Zehennägel hochrollt. No, es no muy rico! Als Saft müsse man die Frucht geniessen. Wir denken es ist einiges an Zucker von Nöten um den Saft geniessbar zu machen.
Ganz in der Nähe von Cuenca kommen wir auch wiedereinmal in den Genuss von Fels. Das Klettergebiet mit dem grössten Sportkletterpotenzial von Ecuador erstreckt sich an einem etwa 100 Meter langem Felsband, an welchem ca. 20 Routen eingebohrt sind. Definitiv wäre hier in Europa das 5-fache an Routen erschlossen, wo die Felsqualität doch genial ist. So genügten jedoch zwei Tage um die für uns interessanten und vom Material her sicheren (keine Rostigen Haken und Schrauben) Wege zu klettern.

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Eingestellt von broschizzl 14:14 Archiviert in Ecuador Kommentare (0)

Bosque Petrificado de Puyango

sunny 24 °C
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Unser erstes Ziel in Ecuador war der versteinerte Wald von Pyango. Unser Plan: Wir überqueren die nur wenige Kilometer entfernte Grenze nach Ecuador, tanken noch schnell und sind dann kurz nach Mittag am Ziel. Aber es kommt ja ersten immer anders und zweitens als man denkt. Der Grenzübergang, der früher als einer der schlimmsten in Südamerika galt, hat sich glücklicher Weise verändert und wir konnten die Formalitäten für uns und das Auto in aller Ruhe und schnell hinter uns bringen.
Da der Diesel in Ecuador nur ein Viertel von dem kostet (1 Gallone=fast 4 Liter für 1$), was in Peru dafür veranschlagt wird, wollten wir erst nach der Grenze tanken und dementsprechend leer war auch unser Tank. An der ersten Tankstelle sagte man uns es gibt nur Diesel für die Cooperative. Das kannten wir schon aus Paraguay und fuhren weiter. An der nächsten hiess es, wir haben kein Diesel aber 10km weiter bekommt ihr welchen.
10km später bekamen wir zu hören, das es 20km weiter erst Diesel gibt. Da die Reserveleuchte im Auto schon geraume Zeit leuchtete waren uns die 20km zu heikel und wir fuhren wieder zurück. Eine Tankstelle haben wir auf der Gegenspur ja noch gesehen. Da der obligatorische Tankwart nirgends zu sehen war, parkten wir an der Tanksäule und warteten. In der Zwischenzeit kamen auch noch Einheimische und stellten sich, wundersamer Weise, ganz brav hinten an. Nach 10 Minuten kam ein Security aus dem Gebäuder der Tankstelle und teilte uns mit, das Ausländer im Bereich der Grenze keinen Diesel bekommen. Mittlerweile hatten wir unsere Situation auch schon den anderen Warteten erklärt, welche viel mehr Verständnis aufbrachten als der Security und die Tankstellenfachkraft, welche sich nun ebenfalls aus dem Gebäude bequemte. Wir wurden aufgefordert doch bitte die Säule freizugeben und am Rand zu parken. Aber wir wussten, wenn wir die Säule freimachen, verlieren wir unser Druckmittel. Also blieben wir stehen und erklärten wieder und wieder, das wir nicht weiterfahren können. Gar nicht so schlecht unser Spanisch! :) Bis es dem Tankwart zu bunt wurde und er uns genau 2 Gallonen Diesel für 2$ verkaufte. Mit diesen 8 Litern konnten wir nun endlich, in eine Richtung in die wir eigentlich gar nicht wollten, weiterfahren um die Grenzzone zu verlassen. Wo wir dann für 15 Dollar!!!! den Tank füllten. Am Ende des Tages gegen 17 Uhr, mit etwa 4 Stunden Verspätung, erreichten wir unser Ziel und suchten uns einen Schlafplatz.

Der versteinerte Wald an sich war dann nicht sooo aufregend. Kann man ja von baumförmigen Steinen, die mal Bäume waren auch nicht erwarten. Aber es gibt auf der Welt nicht noch einen versteinerten Wald in dieser Grösse und wir können nun sagen: " Wir waren da!!". Als erste Gäste an diesem Samstag morgen bekommen wir sogar eine Privatführung (die meisten Besucher kommen wohl erst Mittags). Auf einem sehr angenehmen Spaziergang durch den Wald bekommen wir viele Infos über die Natur, die Tiere, die Bäume die jetzt keine mehr sind und das Meer, dass es hier einmal gegeben hat. Im Museum des Parks kann man doch viele sehr schöne Fossilien von den früheren Wasserbewohnern bewundern.
Kurz vor Mittag sind wir dann auch schon durch mit der Besichtigung und beschliessen gleich noch weiter nach Cuenca zu fahren. Bisher waren 250km eine furchtbar weite Strecke, die auch schon mal einen ganzen Tag dauern konnte, aber die Strassen in Ecuador sind viel viel besser als in den südlicheren Ländern und wir sind guter Dinge das es hier schneller läuft.

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Eingestellt von broschizzl 13:13 Archiviert in Ecuador Kommentare (0)

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