Reise blog von Travellerspoint

Valle Cochamo

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Valle Cochamó. Wie beschreibt man das am treffensten? Spektakuläre Landschaft, imposante Granitwände, genial gelegender Zeltplatz, kristallklare Bergbäche oder auch das Yosemite Valley von Südamerika. Wie es liebevoll von den vielen Kletterern aus aller Welt genannt wird, die es jedes Jahr besuchen. Dieses Bergsportparadies ist im Vergleich zu vielen seiner europäischen Pendants ziemlich abgelegen. Nach dem man sich wahlweise mit dem Auto oder dem Bus über kilometerlange Schotterpisten bis zum Eingang des Nationalparks durchgekämpft hat, steht eine vier- bis fünfstündige Wanderung auf kleinen Pfaden und provisorischen Brücken an. Am Eingang wird registriert, wer sich auf den Weg macht, wie lang er bleiben will und was er vorhat. Damit auch keiner verloren geht.
Begleitet von Claudia, unserer in Ensenada lebenden schweizer Freundin und ihrer Hündin Simba, starten wir motiviert und voller Vorfreude ins Abenteuer. Allerdings fühlen sich unsere Rucksäcke trotz sorgfältiger Planung nicht ganz so leicht an wie erwartet. Die Wege sind zum Teil durch Wasser und Pferde, die mehrmals am Tag laufunwillige Touristen oder Ausrüstung transportieren, bis zu 2m tief in den Waldboden eingegraben. An manchen Stellen ist es kaum möglich Schlamm oder Wasser auszuweichen, was schnell mal zu nassen Füssen führt. Aber alle Strapazen der Anreise sind sofort vergessen, wenn sich das Tal öffnet und den Blick durch die Baumwipfel auf die ersten Granitfelsen freigibt.
Der Gedanke daran, dass wir nur unsere Sportkletterausrüstung dabeihaben, obwohl es hier unendlich viele Alpintraumtouren gibt, fühlt sich an wie Eislecken durch eine Glasscheibe. :) Gerade angekommen wünschen wir uns auch schon, dass es nicht der letzte Besuch ist.
Wir schlagen unser Lager inmitten einer eindrucksvollen Kulisse auf. Ein fast ebener Campingplatz auf ca. 400m ü. N.N. umgeben von 1000m hohen steil aufragenden Felsen. Wahnsinn!
In den vier Tagen die wir im Valle Cochamo verbringen, erkunden wir das Tal und die Sportklettersektoren, begutachten die natürliche Wasserrutsche in den eiskalten Bergbach und schwingen mit der Drahtseilgondel übers kalte Wasser.
Abends am Lagerfeuer erfahren wir von ein paar Chilenen, das es wohl im Moment ziemlich im Trend liegt, das Tal zu besuchen. Was uns am nächsten Tag dann auch prompt von einer Gruppe Jugendlicher bestätigt wird, die sich unüberhörbar neben uns niederlässt. Outdoor-Erlebnisse sind halt auch auf der anderen Seite der Erde immer mehr gefragt. Dementsprechend wird die Infrastruktur auch hier weiter ausgebaut und neue Zeltplätze entstehen.
Nach fünf Nächten in dieser grandiosen Umgebung und einem zügigen Rückweg zum Parkeingang sassen wir wieder an einer Bushaltestelle. Da würden wir wahrscheinlich immer noch sitzen, hätten uns nicht ein paar freundliche chilenische Reisende darauf aufmerksam gemacht, dass, aufgrund einer einsturzgefährdeten Brücke, heute kein Bus kommt. Es fanden sich glücklicherweise aber schnell ein paar Einheimische, welche die Touristen mit ihren Autos zu eben dieser Brücke brachten. So fuhren wir, zwischen anderen Reisenden und grossen Rucksäcken, auf der Ladefläche eines Pick-Ups zu den schon wartenden Bussen.

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Eingestellt von broschizzl 07:47 Archiviert in Chile

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